Verwaltung.modern

Was passiert in der öffentlichen Verwaltung?

Veranstaltungshinweis: “Was ist Scientology?”

Am Montag, den 30. Juni 2014, findet im Württembergischen Kunstverein (Schloßplatz 2, 70173 Stuttgart) eine Vortragsveranstaltung mit dem Titel “Was ist Scientology? Was will Scientology in der Region Stuttgart?” statt. Veranstalter sind der Verein Die AnStifter e.V. und die Arbeitsstelle für Weltanschauungsfragen der Evangelischen Kirche in Württemberg. Referent ist Prof. Dr. Arnd Diringer von der Hochschule Ludwigsburg.

“Am 6. Juni schrieb die Stuttgarter Zeitung, dass Scientology nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes dabei wäre ihre Aktivitäten in Stuttgart deutlich auszubauen. Dazu zählt der Kauf einer Immobilie an der Heilbronner Straße. Dort soll eine neue Repräsentanz entstehen – das größte Scientology Zentrum in Deutschland. Einen Tag später berichtete das gleiche Blatt, dass die Organisation den Hauskauf abstreite.

Fest steht, dass Scientology seit längerer Zeit in Stuttgart nach einem repräsentativen Gebäude sucht, um dort eine “ideale Org” aufzubauen. Parallel wirbt die Organisation zur Zeit wieder verstärkt in der Stuttgarter Fußgängerzone mit sogenannten Stresstest um neue Anhänger.

Scientology wird von verschiedenen Seiten vorgeworfen, pseudowissenschaftliche Überzeugungen und menschenverachtende Praktiken miteinander zu kombinieren. Der Verfassungsschutz schreibt zur Organisation, dass sie unter dem Begriff “Neue Zivilisation” eine gesellschaftlich-politische Ordnung anstrebe, die auf der Lehre L. Ron Hubbards beruhe und die ein totalitäres Regime wäre. Darin wären elementare Grundrechte massiv eingeschränkt, so der Geheimdienst.

Unser Referent, Prof. Dr. jur. Arnd Diringer, ist Leiter der Forschungsstelle für Arbeitsrecht der Hochschule Ludwigsburg und beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit Scientology. Entstanden sind dabei etliche Vorträge, Forschungsberichte, Beiträge in Büchern und seine Promotion zum Thema Scientology”

Text entnommen aus den Informationen der Veranstalter
abrufbar unter https://www.die-anstifter.de/termine/prof-arnd-diringer-wie-funktioniert-scientology-und-was-tut-sich-in-der-region-Stuttgart/

2 Kommentare

  1. geschrieben am 24. Juni 2014 um 16:35 Uhr | Permalink

    Es geht nicht darum, was Scientology von “verschiedenen Stellen” vorgeworfen wird und welche “Erkenntnisse” der Verfassungsschutz hat, sondern, ob man Beweise für strafbare Handlungen hat, die gerichtlich verfolgt werden können.

    Wie kann es sein, dass der Verfassungsschutz Scientology seit 17 Jahren beobachtet und sogar (2013) über eine “Minimalüberwachung” laut nachdenkt? siehe http://goo.gl/4neXJz

    Ich denke nicht, dass dies ein Einzelfall ist…

    Im Jahr 2009 hatte die FDP und CDU in Baden-Württemberg darüber diskutiert, wie man den Verfassungsschutz einspannen kann, um die Zeugen Jehovas beobachten zu können.

    CDU- Fraktionschef Stefan Mappus äußerte sich: „Es werden nochmal sämtliche Möglichkeiten überprüft, wie man eine Anerkennung der Zeugen Jehovas verhindern kann“ siehe http://goo.gl/AXvSyN

    Doch der Verfassungsschutz winkte ab; anscheinende wurde es im zu heiß, denn zu diesem Zeitpunkt haben diverse Bundesländer schon die Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas anerkannt.

    Wurden nicht etwa Bundestagsabgeordneten der Linke-Partei jahrelang vom Verfassungsschutz beobachtet und dadurch gebrandmarkt? Erst nachdem der Linke-Politiker Bodo Ramelow bis zum Bundesverfassungsgericht geklagt und gewonnen hatte knickte der Geheimdienst ein und stellte im März 2014 die Überwachung der Bundestagsabgeordneten der Linke-Partei ein.

  2. Mark
    geschrieben am 28. Juni 2014 um 00:03 Uhr | Permalink

    “Arbeitsstelle für Weltanschauungsfragen der Evangelischen Kirche in Württemberg”

    Das sagt eigentlich alles. Man redet zwar über Scientology, aber nicht mit Scientologen.


Einen Kommentar schreiben

Ihre Daten werden niemals an Andere weiter gegeben.
Die Email-Adresse wird nicht angezeigt.
Sie können diese Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>
Notwendige Felder sind so markiert: *

*
*

Böser Kommentar hier? Kommentar melden.