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Was passiert in der öffentlichen Verwaltung?

Positive Psychologie – Von Glück und „Flourishing“

Glück psychologisch erforscht – was wissen wir dadurch?

Die Positive Psychologie wurde 1998 von dem Psychologen Prof. Dr. Martin Seligman, University of Pennsylvania, ins Leben gerufen, mit dem Ziel, zu erforschen, was den Menschen glücklich macht. Über die Entstehung von Krankheiten und deren Therapie wissen wir schon viel, aber wenn wir wüssten, was den Menschen glücklich macht, so könnten wir ihm dies doch auch an die Hand geben. Dabei versteht sich die Positive Psychologie als eine wichtige Ergänzung innerhalb der angewandten Psychologie, mit dem Ziel, einen Beitrag zum Wohlergehen des Einzelnen, von Organisationen und der Menschheit zu leisten, um somit  zur Humanisierung der Lebens- und Arbeitswelt beizutragen.

Seit ca. 20 Jahren forscht nun die Glücksforschung bereits darüber, was zum Glück des Menschen beiträgt. Forschungsergebnisse belegen, dass insbesondere folgende Faktoren zum glücklich sein beitragen: Enge, belastbare soziale Beziehungen, eine befriedigende Arbeit, materieller Wohlstand und gesellschaftlicher Status – wobei die Bedeutung für das Glücksempfinden mit Zunahme des Wohlstands abnimmt – physische und psychische Gesundheit, persönliche Freiheit und Spiritualität (vgl. Layard Richard 2005).

Von der Glücksforschung wissen wir auch, dass glückliche Mitarbeiter/innen für Organisationen ein enormes Potenzial darstellen, denn sie arbeiten besser mit anderen zusammen, sind  kreativer, lösen Probleme, statt sich darüber zu beschweren, haben mehr Energie, sind optimistischer, sind engagierter, sind seltener krank, lernen schneller, machen weniger Fehler und lernen mehr aus ihnen und treffen bessere Entscheidungen (vgl. Ruckriegel 2010).

Wir wissen auch, wie Organisationen ihre Mitarbeiter/innen glücklicher machen können. Für die Gestaltung einer Organisationskultur, in der Mitarbeiter/innen ihr Potenzial entfalten  können, weil sie sich wohl fühlen, können folgende Empfehlungen gegeben werden: Ernsthaftes Interesse am Wohlergehen der Mitarbeiter zeigen: Wertschätzung, Wertschätzung, Wertschätzung! Investition in Gesundheitsprävention, da nach einer Allensbach-Studie für 91 % der Bürger/innen Wohlbefinden und Gesundheit eine Quelle ihres Glücks sind (vgl.  Allensbacher Archiv 2009), Förderung durch Weiterbildung, Fairness, Führungskräfte müssen eine Vorbildfunktion erfüllen, Entscheidungsfreiheit im Rahmen des übertragenen Aufgabengebiets, Förderung von Teamarbeit und Schaffung eines guten Arbeitsklimas.

Den vollständigen Artikel können Sie hier einsehen:  Positive Psychologie

Viel Spass beim Lesen!

2 Kommentare

  1. geschrieben am 9. Dezember 2011 um 09:55 Uhr | Permalink

    Ein sehr guter Impuls für die Öffentliche Verwaltung. Ich gehe noch weiter. Das, was Seligman geschrieben hat, ist nur die halbe Medaille. Klicken Sie hier zu meiner Meinung, wir haben doch viel mehr Konzepte: http://www.positives-managemen.....erwaltung/
    Viele Grüße,
    Tobias Illig

  2. geschrieben am 9. Dezember 2011 um 09:59 Uhr | Permalink

    Sehr guter Impuls. Wir haben über Seligman hinaus aber doch viel mehr, was wir in die Öffentlichen Verwaltungen bringen können.

    Well-Being-Theorie (die Enquetekommission Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität forscht eifrig dazu), Positive Organizational Scholarship (wir arbeiten mit den Konzepten der Positiven Psychologie gezielt übertragen auf Unternehmen/Institutionen. Es ist nicht nur einfach damit getan, “netter” zu Kollegen, Untergebenen oder Kunden/Bürgern zu sein.

    Wir brauchen einen grundlegenden Wandel von verstaubten Bürostuben hin zu einer Mainstream-highperformance Verwaltung, die auch weiß, was E-Governance ist. Die meisten nutzen das Netz überhaupt nicht und hängen den Entwicklungen 10 Jahre hinterher. Schade. Wir könnten alle viel glücklicher werden.

    Gruß, Tobias Illig
    Institut für Positives Management


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