Verwaltung.modern

Was passiert in der öffentlichen Verwaltung?

Partizipative Verwaltung auf kommunaler Ebene: Entwicklungstendenzen im europäischen Rahmen

- Bürgerbeteiligung und lokale Demokratie –
Handlungsansätze, Auswirkungen und Perspektiven im europäischen Vergleich

Europäische Tagung am 15. und 16. September 2011
an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl

Kehl. Durch die vielen Reformen in der Verwaltung soll immer mehr eine Art „Mitmach-Verwaltung“ (auch „partizipative Verwaltung“ oder „local governance“) entstehen. Gerade im Zuge der Ereignisse um Stuttgart 21 ist dies ein spannendes Thema. Bei einer europäischen Tagung am 15. und 16. September in Kehl stellen internationale Referenten konkrete Handlungsansätze sowie Auswirkungen und Perspektiven im europäischen Vergleich vor. In Zusammenarbeit mit der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl, der Association Europa und dem Europarat organisiert das Euro-Institut Kehl diese Tagung. Unter den Referenten ist auch die Offenburger Oberbürgermeisterin Edith Schreiner. Sie wird mit ihrem Vortrag „Demokratieförderung durch lokale Politik“ in das Thema einführen.

Zentraler Punkt der „Mitmach-Verwaltung“ ist die aktive Bürgerbeteiligung. Dabei übernehmen die Bürger einerseits die Rolle von Mitgestaltern: sie verschönern in Eigenregie beispielsweise den Schulhof oder streichen die Fensterläden des Rathauses. Das bedeutet, dass die Verwaltung Aufgaben an die Bürger überträgt und damit entlastet wird. Auf der anderen Seite sind die Bürger Auftraggeber, indem sie beispielsweise an Runden Tischen ihre Interessen vertreten und dadurch aktiv an der politischen Willensbildung mitwirken. Weitere Zielsetzungen dieser Verwaltungsform sind darüber hinaus, die Bürgernähe zu stärken und Politikverdrossenheit und -entfremdung zu vermeiden. Neben dem Bürger als Individuum sind beispielsweise auch Vereine oder Bürgerinitiativen von Bedeutung.

In einem europäischen Vergleich soll nun untersucht werden, in welchem Maße und auf welche Weise die Verwaltungen der Nachbarländer partizipatorische Elemente einsetzen, welche Erfahrungswerte zu Potenzialen und Grenzen dort vorliegen und wie die Perspektiven bewertet werden. Anhand theoretischer Beiträge, verschiedener Praxisbeispiele und Diskussionen zwischen Referenten und Teilnehmern aus verschiedenen europäischen Ländern soll herausgearbeitet werden, welche Voraussetzungen eine „Mitmach-Verwaltung“ benötigt, welche Aufgabenbereiche davon profitieren und inwieweit ihr Beitrag zu Transparenz und Demokratie bewertet werden kann.

Die Veranstaltung wird simultan gedolmetscht. Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos.

Anmeldeschluss ist der 5. September 2011.

Alle Informationen zur Tagung sind auf der Homepage des Euro-Instituts, www.euroinstitut.org, unter „Alle Fortbildungstermine“ einsehbar. Ansprechpartnerin für die Veranstaltung ist

Margot Bonnafous

Fortbildungsreferentin

Tel. 07851/7407-26

E-Mail: bonnafous@euroinstitut.org .


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