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Was passiert in der öffentlichen Verwaltung?

Pero Micic: “Wie wir uns täglich die Zukunft versauen” (Rezension)

Langfristige Ziele ersparen Dir die Frustration durch kurzfristige Fehler, soll Penney mal gesagt haben. Mehr als nur einen Penny wert ist das hier besprochene Buch Wie wir uns täglich die Zukunft versauen, Untertitel Raus aus der Kurzfrist-Falle. Es handelt sich bei dem Buch nämlich um eine stellenweise durchaus fesselnd zu lesende, bemerkenswerte Mischung aus Ratgeber-Literatur für das Individuum und Aufruf zu gesellschaftlicher Veränderung. Autor des mit 12 Abbildungen sowie Anmerkungs-/Quellenapparat versehenden Werks ist Pero Micic. „Die größten Probleme in Umwelt, Politik, Wirtschaft und Privatleben haben ihre Ursachen in der chronischen Kurzfrist-Orientierung des Menschen. Vieles, was uns im Moment glücklich macht, schadet uns später. Weil wir nicht bereit sind, heute auf Belohnung zu verzichten, verpassen wir große Chancen für unsere Zukunft“ Weiterlesen »

Cord Balthasar und Thorsten Wiese: “Warum Kugelschreiber tödlicher sind als Blitze” (Rezension)

Das Leben ist eine Krankheit, die durch Geschlechtsverkehr übertragen wird und immer tödlich endet lautet ein Aphorismus mir unbekannter Herkunft. Doch woran stirbt man denn eigentlich so? Verblüffende Statistiken über die Gefahren und Risiken unseres Lebens lautet der Untertitel des Buches Warum Kugelschreiber tödlicher sind als Blitze. Verfasst haben das Buch die Journalisten Cord Balthasar und Thorsten Wiese. „Jährlich ersticken allein in Deutschland geschätzte 100 bis 300 Menschen an Kugelschreiberteilen“, stellen Balthasar/Wiese fest; mehr als 25-mal so viele Menschen wie an Blitzen. Hoppla. Wer hätte gedacht, dass reale und gefühlte Gefahren so wenig gemein haben können? „Immer wieder haben Forscher vor dem Hintergrund realer und gefühlter Gefahren versucht herauszufinden, wo denn das tatsächliche Risiko verborgen ist. Und immer wieder kamen sie zu dem Ergebnis, dass es meist ganz alltägliche Vorgänge sind, die uns im Endeffekt umbringen.“ Weiterlesen »

Erik Orsenna, “Auf der Spur des Papiers” (Rezension)

Es kommt selten vor, dass ein Leser ein Buch zu dünn findet. Meistens findet man eher hier und da noch etwas Kürzungspotential. Aber hier, hier ist eines jener Bücher, bei denen man das Gefühl hat: Mir entgeht etwas, weil das Buch zu dünn ist. Denn Monsieur Orsenna war mal wieder auf Reisen und hat seither „eine unvergleichliche Sammlung von Geschichten, all die schönen, zärtlichen, grausamen Geschichten, die die Odyssee des Papiers begleiten“, im Kopf. Einen Teil dieser Geschichten hat Orsenna in seiner altbewährten Manier als literarisch glänzende Reportagen zu Papier gebracht und zu einem Buch gemacht. Titel des Buches: Auf der Spur des Papiers. Untertitel: Eine Liebeserklärung. Und genau das, eine Liebeserklärung, ist diese feinsinnige Melange aus Geschichte, Technik, Kultur, Zukunftserwartungen des Papiers. Weiterlesen »

Erich Hackl / Evelyne Polt-Heinzl (Hrsg.), “Im Kältefieber” (Rezension)

Der Erste Weltkrieg, an den dieses Jahr so oft erinnert wird, gilt manchen als die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts, der Zweite Weltkrieg als Konsequenz daraus. Erich Hackl und Evelyne Polt-Heinzl haben einen Sammelband herausgegeben, der sich einem Ereignis widmet, das 2014 ebenso wie Erster und Zweiter Weltkrieg ’Jubiläum feiert’, einem Ereignis, „durch das, wäre es anders verlaufen, die Geschichte einen günstigeren Verlauf genommen hätte“, so Hackl im Vorwort des Sammelbandes. Welches Ereignis das gewesen sein soll? Der Österreichische Bürgerkrieg / Schutzbund-Aufstand. Titel des Sammelbandes: Im Kältefieber. Untertitel: Februargeschichten 1934. Von 35 AutorInnen (und einem Anonymus) stammen diese 40 „Februargeschichten“, darunter 24 Prosatexte aus Romanen/Erzählungen, was eine (auto-)biographische Färbung natürlich keineswegs ausschließt. Bei den anderen 16 Texten handelt es sich um ’Sachtexte’, z.B. Reportagen oder autobiographische Skizzen. Wieso nun meint Hackl, dass der Schutzbund-Aufstand die Geschichte anders hätte verlaufen lassen können? „Österreich war […] das erste Land, in dem demokratische Errungenschaften gegen den Faschismus verteidigt wurden“, so Hackl in seinem Vorwort. Und zwar handfest verteidigt. „Wann begannen in Europa DIE VERTEIDIGER DER DEMOKRATIE zu schießen? In Österreich, Februar vierunddreißig“, heißt es im Becher-Beitrag des Bandes, der „den Februar 1934 und seine literarischen Darstellungen im Spannungsfeld von Fakten und Fiktionen“ darstellen soll, so Hackl. Weiterlesen »

Svea Eckert: “Überwacht und ausgespäht” (Rezension)

NSA-Affäre und kein Ende. Zuletzt vor einer Woche schaffte sie es abermals auf den Spiegel-Titel. Ist das nicht zum Gähnen? Nein. Ist es nicht. „Auf den ersten Blick könnte man meinen, bei der NSA-Affäre ginge es um unsere Privatsphäre, die durch den Geheimdienst in Mitleidenschaft gezogen wird. Dabei geht es um viel mehr. Es geht darum, Taten zu verhindern, bevor sie getan werden, Gedanken zu erahnen, bevor sie überhaupt gedacht werden.“ Das meint Svea Eckert in ihrem Buch Überwacht und ausgespäht, Untertitel PRISM, NSA, Facebook & Co., Intro ins Buch spannend wie bei einem Agentenkrimi: Ströbele trifft Snowden. Snowden geht es laut Ströbele darum, der US-Bevölkerung zu helfen, „die gesetzeswidrigen Aktivitäten der NSA in den USA zu beenden. Meiner Wahrnehmung nach ist er ein US-amerikanischer Patriot.“ Vielleicht sogar ein größerer Patriot als der NSA-Chef Alexander? Dessen ’Firmenpolitik’ fasst Eckert wie folgt zusammen: „Motto, erst machen und dann gucken, ob sich jemand beschwert – ein Motto, das auch auf Facebook oder Google zutrifft“. Weiterlesen »

Veranstaltungshinweis: “Was ist Scientology?”

Am Montag, den 30. Juni 2014, findet im Württembergischen Kunstverein (Schloßplatz 2, 70173 Stuttgart) eine Vortragsveranstaltung mit dem Titel “Was ist Scientology? Was will Scientology in der Region Stuttgart?” statt. Veranstalter sind der Verein Die AnStifter e.V. und die Arbeitsstelle für Weltanschauungsfragen der Evangelischen Kirche in Württemberg. Referent ist Prof. Dr. Arnd Diringer von der Hochschule Ludwigsburg.

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Politisch motivierte Gewalt: Polizisten im Visier

Die Zahl der politisch motivierten Gewalttaten ist 2013 in Deutschland deutlich angestiegen. Nach Angaben des Bundesministerium des Innern (BMI) [1] wurden im vergangenen Jahr 2.848 politisch motivierte Gewalttaten registriert. Das sind 384 mehr als 2012 – eine Steigerung um 15,6%. Die Zahl der Opfer stieg um 263 auf 1.873. Das entspricht einer Zunahme um 17,8%. Im Visier der Täter stehen dabei auch immer wieder Polizisten. Weiterlesen »

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