Verwaltung.modern

Was passiert in der öffentlichen Verwaltung?

Behindert ist man nicht, behindert wird man

Januar, die Prüfungen nahen, teils (Vertiefungsschwerpunkt) sind sie schon in vollem Gange. Bei aller Lernerei: Ein bisschen Entspannung braucht der Mensch. Sport bietet sich an, manchmal reicht aber auch das nicht. Und das aktuelle Fernsehprogramm kann ebenfalls nicht locken… Welcher Ausweg empfiehlt sich? Das gute alte Lichtspieltheater, vulgo Kino. Dort ist seit kurzem unter dem Titel “Ziemlich beste Freunde” eine äußerst kurzweilig verfilmte wahre Geschichte zu sehen:

Philippe, millionenschwerer Witwer, ist vom Hals abwärts querschnittsgelähmt und auf der Suche nach einem Rund-um-die-Uhr-Assistenten (Studierende im Vertiefungsschwerpunkt Leistungsverwaltung denken jetzt sofort an §§ 53 ff. SGB XII, diese sind aber wegen § 30 SGB I nicht anwendbar: P hat seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Paris). Dort stellt sich auch Driss Bassari vor, eigentlich nur pro Forma, damit ihm die Arbeitsagentur nicht sein Arbeitslosengeld kürzt (Studierende im Vertiefungsschwerpunkt Leistungsverwaltung denken jetzt sofort an §§ 31–32 SGB II, diese sind aber ebenfalls wegen § 30 SGB I nicht anwendbar: D hat seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Paris). Obwohl er denkbar ungeeignet ist – er hat keinerlei pflegerische Ausbildung und ist im Gegensatz zum feingeistigen Philippe ein eher ungehobelter Klotz aus der Banlieue (Vorortstädte um Paris), der niemand gegenüber ein Blatt vor den Mund nimmt und auch einmal härter zupackt –, stellt Philippe ihn ein. Es soll beider Schaden nicht sein: Sie werden ziemlich beste Freunde.

Es wäre falsch zu sagen, es gehe in diesem Film nicht um den Umgang mit einer Behinderung. Das ist aber nicht das Zentrale: Wichtiger ist, wie die beiden aus unterschiedlichen Gründen aus der Gesellschaft ausgeschlossenen Hauptpersonen aneinander wachsen und voneinander lernen.

Fazit: Ansehen!

Personalgewinnung bei der Landeshauptstadt Stuttgart

Die Stadt Stuttgart, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Durchschnitt 44,9 Jahre alt sind, wird in den nächsten Jahren mit erhöhter Personalfluktuation durch Pensionierung und Verrentung konfrontiert sein. Um die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Personalstruktur besser zu steuern und konkurrenzfähig im Wettbewerb um die besten Kräfte zu sein, hat die Stadt Stuttgart verschiedene Programme und Maßnahmen ins Leben gerufen. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Wiedereinstieg und familienfreundliche Personalpolitik, Führungskräfteentwicklung und Berufsausbildung von Nachwuchskräften. Dabei sollen auch Jugendliche mit Migrationshintergrund für eine Ausbildung bei der Landeshauptstadt gewonnen werden.Die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs „Bachelor of Arts in Public Management“ werden von dieser Entwicklung profitieren und gute Chancen haben, bei der Landeshauptstadt Stuttgart einen Arbeitsplatz zu finden.

Den gesamten Artikel finden Sie in der Hochschulzeitung der Hochschule Ludwigsburg: DIALOG 

 

Günter Grass, „Grimms Wörter“ (Rezension)

Nächstes Jahr vor 200 Jahren erschien der erste Band einer als Grimms Märchen weltbekannten Märchensammlung. „Deren derber, weil ungeschliffener Erzählton trug allerdings keinen Erfolg durch Verkauf ein. Erst als im Jahr [achtzehnhundert]fünfundzwanzig die kleine Ausgabe der Märchen auf den Buchmarkt kam, gefiel der dank gründlicher Überarbeitung biedermeierliche Ton“, berichtet Günter Grass in seinem Buch Grimms Wörter, das mit Grimms Märchen fast nichts zu tun hat und mit Grimms Wörterbuch weniger als möglich, obgleich Grass seine Liebeserklärung (so der Untertitel des Buches) vor dem Hintergrund der Wörterbuch-Entstehung ansiedelt. Weiterlesen »

Verwaltungsethik

Dieser Artikel wurde verfasst von Herrn Prof. Dr. Franz Thedieck (Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl) sowie Herrn Prof. Dr. Bernd Banke (Hochschule Reutlingen).

1 Einleitung und Begriffe

1.1 Einleitung

Eine Recherche des Begriffs “Verwaltungsethik brachte am 3. Juni 2011 ein erstaunliches Ergebnis. Eine eher wissenschaftlich orientierte Suchmaschine aus Deutschland (metager.de) präsentiert als erste Fundstelle, die nach Eingabe des Begriffs “Verwaltungsethik“ gefunden wird, die Erklärung des Wortes „Remonstration“ im online-Lexikon Wikipedia. Versucht man, literarische oder auch nur Rechtsprechungsquellen zur “Verwaltungsethik“ in den Datenbanken des wohl größten und einflussreichsten Verlags für juristische Fachliteratur, dem Beck Verlag, zu finden, so ergibt diese Suche keinen Treffer, der das Thema wirklich im Kern behandelt. Stattdessen erscheinen Fundstellen zu Themen wie „Ethikrichtlinien“, die aber in der Regel zu Aufsätzen und Entscheidungen führen, die die Privatwirtschaft betreffen. Noch überraschender ist eine Suche nach dem Wort Verwaltungsethik auf den Internetseiten von Hochschulen, die Studiengänge im Bereich Verwaltung, Verwaltungswissenschaften oder Public Management anbieten. Hier erscheint häufig das Suchergebnis  „KEINE Ergebnisse“ gefunden oder es wird auf eine Liste mit abstracts zu Veröffentlichungen verwiesen, die sich in erster Linie mit Korruptionsbekämpfung und nur in wenigen Fällen mit Verwaltungsethik beschäftigen. Weiterlesen »

Studium generale: Wer und was verbirgt sich eigentlich hinter dem abstrakten Begriff „Finanzkontrolle“ ?

HVF Ludwigsburg

Die staatliche Finanzkontrolle prüft die Rechnung sowie die gesamte Haushalts- und Wirtschaftsführung des Landes. Aber wer und was verbirgt sich eigentlich hinter dem abstrakten Begriff „Finanzkontrolle“ ? Der Vortrag zeigt auf, wie die Finanzkontrolle in Baden-Württemberg organisiert ist und welche verfassungsrechtliche Stellung der Rechnungshof dabei einnimmt. Der Blick nach innen verrät, welche Personen beim Rechnungshof und den Staatlichen Rechnungsprüfungsämtern beschäftigt sind, welche Aufgaben sie wahrnehmen und wie Entscheidungen (nach außen) getroffen werden. Wo und was prüft die Finanzkontrolle genau? Hierzu werden die Prüfrechte sowie die wesentlichen Prüfungs-, Beratungs- und Mitwirkungsaufgaben vorgestellt, die dem Rechnungshof nach der Landesverfassung und Landeshaushaltsordnung übertragen oder eingeräumt sind. Zuletzt geht es um die Frage, welche „Produkte“ die Finanzkontrolle erstellt und was daraus wird….?

Interessiert? Philipp Baum vom Rechnungshof Baden-Württemberg referiert zu dieser Fragestellung. Sie sind herzlich eingeladen an der Veranstaltung teilzunehmen: 20.12.11 14:00 – 15:30, Raum: 6.221 , Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen, Reuteallee 36, Ludwigsburg

Ortschaftsverfassung und Ortsvorsteher in Baden-Württemberg

Eine Bachelorarbeit der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg.

35 Jahre nach der Gemeindegebietsreform werden in den Kommunen des Landes immer  wieder Stimmen laut, die für die Aufhebung der Ortschaftsverfassung plädieren. Dies würde auch das Ende der hauptamtlichen Ortsvorsteher in Baden-Württemberg bedeuten. Diese Bachelor-Arbeit stellt auf der Grundlage einer empirischen Erhebung die örtlichen Gegebenheiten, die sozialen Hintergründe und die tägliche Verwaltungspraxis der hauptamtlichen Ortsvorsteher dar und zeigt unter Beachtung der verschiedensten Einflussfaktoren die zukünftige Entwicklung des Amtes auf.

Und was ist nun das Resultat aus den empirischen Untersuchungen? Eine generelle und für alle Ortschaften allgemein gültige Aussage hinsichtlich der Zukunftsfähigkeit der Ortschaftsverfassung und des hauptamtlichen Ortsvorstehers kann nicht getroffen werden. Zu vielschichtig und kompliziert sind die einzelnen Faktoren, die auf die Zukunftsfähigkeit Einfluss nehmen. Ob die Ortschaftsverfassung und vor allem, ob ein hauptamtlicher Ortsvorsteher für eine Gemeinde und eine Ortschaft ein sinnvolles Mittel darstellt, muss jede Gemeinde für sich selbst entscheiden. Ferner kann wohl festgehalten werden, dass vor allem in großen und vom Kernort weit entfernten Ortschaften die Ortschaftsverfassung mit hauptamtlichem Ortsvorsteher eine Chance sein kann, wovon nicht nur die Bürgerschaft der Ortschaft, sondern vielmehr auch die Gesamtgemeinde profitieren kann.

Positive Psychologie – Von Glück und „Flourishing“

Glück psychologisch erforscht – was wissen wir dadurch?

Die Positive Psychologie wurde 1998 von dem Psychologen Prof. Dr. Martin Seligman, University of Pennsylvania, ins Leben gerufen, mit dem Ziel, zu erforschen, was den Menschen glücklich macht. Über die Entstehung von Krankheiten und deren Therapie wissen wir schon viel, aber wenn wir wüssten, was den Menschen glücklich macht, so könnten wir ihm dies doch auch an die Hand geben. Dabei versteht sich die Positive Psychologie als eine wichtige Ergänzung innerhalb der angewandten Psychologie, mit dem Ziel, einen Beitrag zum Wohlergehen des Einzelnen, von Organisationen und der Menschheit zu leisten, um somit  zur Humanisierung der Lebens- und Arbeitswelt beizutragen.

Seit ca. 20 Jahren forscht nun die Glücksforschung bereits darüber, was zum Glück des Menschen beiträgt. Forschungsergebnisse belegen, dass insbesondere folgende Faktoren zum glücklich sein beitragen: Enge, belastbare soziale Beziehungen, eine befriedigende Arbeit, materieller Wohlstand und gesellschaftlicher Status – wobei die Bedeutung für das Glücksempfinden mit Zunahme des Wohlstands abnimmt – physische und psychische Gesundheit, persönliche Freiheit und Spiritualität (vgl. Layard Richard 2005).

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