Verwaltung.modern

Was passiert in der öffentlichen Verwaltung?

Die Reform des politisch-administrativen Systems der BRD – eine ständige Herausforderung

Zusammenfassung des Vortrags von Prof. Dr. jur. em. Gernot Joerger (Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl), gehalten in Hammamet bei einem Kolloquium am 16. April 2007.

Föderalismusreform und aktuelle Diskussionen

Das politisch-administrative System in Deutschland ist am 1. September 2006 durch eine Reform der deutschen Verfassung, des Grundgesetzes, gründlich reformiert worden. Es war dies eine der wichtigsten Reformen seit 1949. Die Reform hat die alleinige Kompetenz des Bundestags (des Parlaments des Bundes) entscheidend gestärkt und dafür gesorgt, dass die Zuständigkeiten zwischen dem Bund und den Bundesstaaten, den Ländern, besser aufgeteilt sind. Vor der Reform bedurften ungefähr 60 % aller Gesetze der Zustimmung durch den Bundesrat (Vertretung der Länder). Nach der Reform sind nur noch ca. 35-40 % der Gesetze zustimmungsbedürftig. Im Gegenzug haben die Länder eine wesentlich größere Handlungsfreiheit und Selbständigkeit bekommen, und zwar in den Bereichen Erziehung und Bildung, der Regelung vom Umweltfragen einschließlich der Müllentsorgung und Müllbehandlung sowie im Bereich des Rechts der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder. Am 8. März 2007 ist eine Kommission eingesetzt worden, die die Finanzbeziehungen zwischen Bund und den 16 Bundesländern beraten soll. Für den Finanzausgleich zwischen den ärmeren und reicheren Bundesländern soll eine bessere Lösung gefunden werden. Vieles ist hier streitig. Ebenfalls eine zur Zeit in Deutschland diskutierte strittige Frage ist, ob die Zahl der Bundesländer reduziert werden soll und wenn ja, auf welche Zahl. Ein radikaler Vorschlag geht dahin, die Zahl der Bundesländer von 16 auf sieben zu reduzieren. Weiterlesen »

Ein Beitrag zu einer nachhaltigen Kommunalpolitik?!

Zur Reform des Gemeindehaushaltsrechts

In der politischen Diskussion erfreut sich der Begriff der „Nachhaltigkeit” in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit – und dies auf fast allen Politikfeldern. Er ist fast schon zum Modebegriff geworden. Die Bezugnahme auf den Aspekt der Nachhaltigkeit geht nicht selten mit einer gewissen Beliebigkeit einher. Für die folgende Betrachtung ist er deshalb zunächst einer Konkretisierung zu unterziehen. Weiterlesen »

IT-Dienstleistungsmanagement

Die Kommunen nehmen eine Vorreiterrolle in der allgemeinen Verwaltungsmodernisierungsdebatte wahr, da sie diejenige Verwaltungseinheit sind, die am häufigsten und intensivsten mit den Interessen und Bedürfnissen der Bürger in Berührung kommt. Daraus folgt eine bürger-, service- und dienstleistungsorientierte Ausrichtung der Verwaltungsprozesse der Kommunen und die Messung dieser Prozesse an bestimmten Standards und Anforderungen.

Diese Standards können jedoch nur durch eine ebenfalls entsprechend dienstleistungsorientierte IT-Organisation erreicht werden, d.h. der Service Level bzw. der Dienstleistungsgrad der IT-Organisation muss an Verwaltungsprozesse ausgerichtet werden, um diese Weiterlesen »

Raus aus dem Labyrinth der Bürokratie hin zur Kundenorientierung

Geschäftsprozessmanagement in der Verwaltung

In der ersten Hälfte der 90er Jahre ging in der Privatwirtschaft das Thema Geschäftprozessmanagement an den Start. Die Welle kam – wie kann es anders sein – aus dem serviceorientierten Amerika und schwappte auf Europa über. Schnell erkannten die Unternehmungen, dass das Prozessmanagement keine Eintagsfliege ist, sondern eine wichtige Bedeutung für die Zukunft hat. Denn mehr denn je hängt die Überlebensfähigkeit von Unternehmen davon ab, dass der externe Kunde die Produkte und Dienstleistungen erhält, die er sich wünscht – „just in time” und zu einem kostengünstigen Preis.

Die Großzahl der Firmen hat heute schon eine Prozessorganisation als Sekundärorganisation implementiert oder Prozessverantwortliche im Einsatz, die dafür Sorge tragen, dass die Kernprozesse am Kunden ausgerichtet sind und ständig optimiert werden.

Wie sieht es aber nun im Gegensatz hierzu in den öffentlichen Verwaltungen aus? Weiterlesen »

Interessante Seite

Habe eine interessante Seite im Netz gefunden:
move-online.de

move – Moderne Verwaltung ist ein Magazin für Top-Entscheider im Public Sector. Die bundesweit erscheinende Fachzeitschrift berichtet detailliert über die Hintergründe der IT-gestützten Reform der öffentlichen Verwaltung auf Bundes- und Landesebene.

move-online.de ergänzt das Fachmagazin durch tagesaktuelle und weiterführende Informationen.

Auf der Seite findet man interessant und vor allem gut geschriebenen Beiträge zu folgenden Themen:
- Gesellschaft
- Informationstechnik
- Politik
- Praxis

Mir persönlich gefällt an der Seite, dass das Informationsspektrum sehr vielschichtig und abwechslungsreich ist. Ein kleines Plus der Seite ist die Kalenderfunktion, in der alle wichtigen Termin aufgeführt werden (Komcom ist übrigens auch vermerkt).
Negativ an der Seite zu bewerten ist meiner Ansicht nach die Tatsache, dass es keine Möglichkeit gibt, die Beiträge zu kommentieren und man kann auch nicht alte Ausgaben der Fachzeitschrift kostenlos anschauen.

Hilfen nach SGB XII und nach SGB II im Vergleich

Die Sozialhilfe kommt nicht zur Ruhe. Mit Gesetz vom 2. Dezember 2006, in Kraft getreten am 7. Dezember 2006 bzw. am 1. Januar bzw. am 1. April 2007, wurde das SGB XII erneut geändert. Das SGB II wurde erneut mit Gesetz vom 22. Dezember 2006, in Kraft getreten am 1. Januar 2007, geändert. Beide Gesetze wurden mit dem Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der gesetzlichen Krankenversicherung vom 26. März 2007 zuletzt geändert, im SGB II: § 26, im SGB XII: § 32. Das Datum des Inkrafttretens dieser Änderungen war der 1. April 2007. Infolge eines Redaktionsversehens ist aber für das Inkrafttreten des geänderten § 32 SGB XII der 1. Januar 2009 genannt. Weiterlesen »

Gedanken zur Entwicklung des Bürgermeisterberufs in Baden-Württemberg

In der Verwaltungszeitung Baden-Württemberg, Ausgabe Nr. 5, Dezember 2005 und Ausgabe Nr. 6, Februar 2007 habe ich einen Beitrag zum Thema „Gedanken zur Entwicklung des Bürgermeisterberufs in Baden-Württemberg” veröffentlicht.

In diesem Beitrag wurde zunächst auf die Entwicklung der Kommunalverfassungen in den deutschen Ländern hingewiesen und dabei festgestellt, dass in allen Flächenländern der Bundesrepublik Deutschland die Direktwahl des Bürgermeisters eingeführt wurde und die süddeutsche Ratsverfassung mehr oder weniger übernommen worden ist. Die Stellung des Bürgermeisters in der süddeutschen Ratsverfassung ist eine starke, da er Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderats ist, außerdem Chef der Verwaltung und Repräsentant und Rechtsvertreter der Gemeinde. Weiterlesen »

Pages: Prev 1 2 3 ...118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 Next