Angenommen, nur mal angenommen, ein bayerischer Ministerpräsident setze sich mit seiner Forderung durch, Volksabstimmungen zur Euro-Rettung durchzuführen. — Und angenommen, nur mal angenommen, die Deutschen sagten im Brustton der Überzeugung bzw. der Bild-Zeitung bei jenen Volksabstimmungen: Verkauft doch eure Inseln, ihr Pleite-Griechen… und die Akropolis gleich mit! — Ferner angenommen, nur mal angenommen, der EU-Kommissionspräsident würde nach der deutschen Eurorettungs-Abstimmung reagieren: „Ich bin ein überzeugter Demokrat und akzeptiere das Votum. Es geht aber um ein gesamteuropäisches Anliegen“ – und einfach die nächste Europawahl zur „Abstimmung“ über nötige finanzielle Zusagen Deutschlands erklären —Â
All dies angenommen, wie würde man diesen Vorgang wohl deuten?Â
Würde man ihn ähnlich deuten oder aber völlig anders wie wenn der oben erwähnte bayerische Ministerpräsident in einem Interview mit der Süddeutschen über die Münchener Flughafenstartbahn-Abstimmung sagt „Ich bin ein überzeugter Demokrat und akzeptiere das Votum. Es geht aber um ein gesamtbayerisches Anliegen“ – und ankündigt, den Flughafen zum Thema bei der Landtagswahl machen zu wollen?Â
Hier auf verwaltungmodern.de gibt’s den Raum und die Chance, darüber zu diskutieren…


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1 Kommentar
Wo Seehofer Recht hat, da hat er Recht. Der Flughafen betrifft (fast) alle Bayern, wenn nicht gar Deutsche über die Landesgrenzen hinaus.
Man kommt ja auch nicht auf die Idee, über ein Nichtraucherschutzgesetz nur in einer Stadt mit über 90% Raucher abstimmen zu lassen.