Verwaltung.modern

Was passiert in der öffentlichen Verwaltung?

Gerhard Banner zum Ehrensenator ernannt

„Ein seltenes und nicht alltägliches Ereignis“ feierte in den Worten von Rektor Professor Paul Witt die Hochschule Kehl am 23. Juni: „Im Namen des Senats und der ganzen Hochschule“ verlieh Witt dem langjährigen Hochschulrats-Vorsitzenden Gerhard Banner die Ehrensenatorenwürde, die in den 38 vorangegangenen Jahren nur dreimal verliehen worden war, nämlich außer an den Hochschulgründungsrektor Hermann Wunsch noch an Erwin Teufel und Willi Stächele. Das Kleine Ensemble des Hochschulorchesters umrahmte musikalisch Witts Begrüßung und die Festansprache, die der Tübinger Politikprofessor und Parteienforscher Dr. Hans-Georg Wehling hielt. Wehling nannte Banners Vita „eine exzellente Versuchsanordnung, um vergleichend tätig zu werden“ hinsichtlich verschiedener Gemeindeverfassungssysteme: Banner habe als persönlicher Referent des Stadtchefs erst in Heidelberg, dann in Essen gearbeitet und daraus geschlussfolgert, dass ein „Kampf zugunsten des süddeutschen Modells der Gemeindeordnung“ sinnvoll sei, da ein Teil der Finanzprobleme beispielsweise Nordrhein-Westfalens auf dessen Tradition der gemeinderatsdominierten „norddeutschen Ratsverfassung“ zurückzuführen wäre. Anschließend sei Banner als Vorstand der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) in „dem Think-Tank der deutschen Kommunalpolitik“ tätig geworden, laut Wehling ein „Job, für den Gerhard Banner geschaffen ist“, weil er dort Praxis und Wissenschaft hervorragend miteinander kombinieren konnte. „Banner ist innerhalb der Politik-, Kommunal- und Rechtswissenschaft ein Ausnahme-, ja ein Glücksfall“, so Wehling: „Wer sonst hätte die Ehrensenatorenwürde verdient, wenn nicht Gerhard Banner?“

Auch Banners Nachfolger als Hochschulratsvorsitzende, das Geschäftsführende Vorstandsmitglied des baden-württembergischen Städtetages Stefan Gläser, lobte Banner in einer kurzen Rede als „einen der angesehensten Kommunalwissenschaftler im deutschen Rechtskreis“ und freute sich, „dass Sie die kommunalen Interessen wie ein Banner vor Gerhard Banner hergetragen haben!“ Banner bedankte sich zum Abschluss der Veranstaltung „für die hohe Auszeichnung“ und warf einen persönlichen Blick in seine Vergangenheit als Hochschulrats-Mitglied. „Die neun Jahre, die ich im Hochschulrat verbracht habe, haben mir viel Spaß gemacht“, bekundete Banner, der den baden-württembergischen Hochschulen für öffentliche Verwaltung in Kehl und Ludwigsburg für die Zukunft alles Gute wünschte: „Ich halte diese Hochschulen für öffentliche Verwaltung für einen wahren Segen. Mögen sie weiter einen Spitzenplatz einnehmen!“

Lebenslauf von Gerhard Banner: http://www.buergermeistertest.de/lebenslauf.html

1 Kommentar

  1. geschrieben am 25. Juni 2010 um 08:45 Uhr | Permalink

    Hallo,

    wow, meinen herzlichsten Glückwunsch dann an Herrn Banner. :)

    Beste Grüße


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