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Equal Education kämpft für bessere Bildung in Süd Afrika

Selbst nach fast 17 Jahren nach Ende der Apartheid ist die Schulbildung ein Indiz der langen Rassentrennung in Süd Afrika. Die Schulbildung der Schüler in den Townships ist mit der der städtischen Schülern, und schon gar nicht mit der der Privatschülern zu vergleichen.

Lehrer in den ärmeren Gegenden haben keine entsprechende Ausbildung, es sitzen über 60 Schüler in einer Klasse, mehr als 50% fallen jedes Jahr durch dir Prüfungen. 90% derer, die die Prüfung meistern, bestehen sie nur sehr knapp. Damit können sie noch lange nicht eine Universität besuchen.

In Eastern Cape gibt es immer noch viele „mud schools“ (Schulen aus Lehm, ohne Stühle, Tische und geeignete Tafel). Bilder von diesen Schulen erinnern eher an ein zentralafrikanisches Land, nicht an Süd Afrika. Unter solchen Umständen Bildung zu vermitteln gestaltet sich sehr schwierig.

Dagegen anzukämpfen und jedem einzelnen Schüler eine gute Schulbildung und damit eine Chance auf ein “besseres” Leben zu ermöglichen, ist das Ziel von Equal Education (EE).

Die meisten Schüler in den Townships können nicht flüssig lesen und schreiben. Doch dies ist der Grundbaustein für eine gute Bildung, für einen guten Abschluss und die Möglichkeit, einen Beruf zu erlernen. Ihre Eltern können meist selbst nicht lesen und schreiben und daher besitzen diese Familien so gut wie keine Bücher.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Schüler die Möglichkeit haben, in einer Schulbücherei sowohl Schulbücher als auch Romane für ihre Freizeit auszuleihen. Doch in Süd Afrika haben über 90% der Schulen keine funktionierende Bücherei.

Eine internationale Studie hat ergeben, dass, bei sonst gleichen Bedingungen, die Leistungen der Schüler um 10 -25% steigen, wenn sie eine funktionierende Schulbücherei zur Verfügung haben.

Über 50 % der Schüler in den Townships geben an, dass eine Schulbücherei auch ein Ort ist, an dem sie ihre Hausaufgaben erledigen und auf Prüfungen lernen können. Denn sie leben mit ihren Familien auf engstem Raum, dort haben sie keinen ungestörten Ort, an dem sie lernen können.

EE hat verschiedene Kampagnen, eine davon ist die “Campaign for School Libraries”. Aus dieser entstand am 1. März 2010 die “Bookery – Home of the Equal Education Book Drive”. Die Bookery ist ein Ort, an dem Personen Bücher, die sie nicht mehr benötigen, spenden können. In einem Team von 2 Mitarbeitern und vielen Freiwilligen werden diese Bücher  sortiert, eingebunden, etikettiert und in ein Computersystem eingegeben.

Die Bookery sorgt für einen geeigneten Raum, Regale, eine/n Bibliothekar/in und geben die Bücher eingebunden und etikettiert zusammen mit der Software an die Bücherei ab.

Durch diese und weitere Kampagnen kämpft EE für eine bessere Bildung in Süd Afrika. Auch wenn es manchmal nur wie ein Tropfen auf dem heißen Stein erscheint, bringt EE damit Veränderungen -Verbesserungen- in das Schulsystem Süd Afrikas.


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