Der Umbau der Hochschulbibliothek ist seit einiger Zeit abgeschlossen, mittlerweile funktioniert auch das automatische Ausleih- und Rücknahmesystem problemlos (nur vorgemerkte Bücher müssen noch an der Servicestation abgegeben werden). Für den Umbau sind alle Beteiligten zu loben. Die Bibo wirkt freundlicher und frischer. Es gibt bequeme Stühle, auf denen sich Studierende durchaus zum Lernen niederlassen. Für den Zeitungsleser wurden Sofas aufgestellt und – wenn auch bisher kaum genutzt – der Lichthof wurde umgestaltet sowie mit Tischen und Stühlen ausgestattet. Bei wärmen Temperaturen darf der Lichthof durch Benutzung eingeweiht werden. Die Stühle sind bereit!
Sind wir auch bereit, die verbesserte Bibliothek weiterzuentwickeln? Derzeit kann grundsätzlich die Bibliothek ohne Personal genutzt werden. Dennoch sind Herr Hass und sein Team alles andere als überflüssig. Für Fernleihen, Vormerkungen und hilfreichen Rat sind wir immer noch auf die Mitarbeitenden angewiesen. Können wir die Bibliothek zu einer non-stop-Bibliothek weiterentwickeln? Hierfür sind erste Schritte schon getan.
- Die Bibliothek wurde mit einem RFID-System ausgerüstet. Die Bücher werden hierdurch gegen Diebstahl geschützt. (Ja, in der Vergangenheit gab es Fälle von unerklärlichem Diebstahl Verlust von Büchern.)
- Durch das automatische Ausleih- und Rücknahmesystem ist der gemeine Studierende nicht immer auf das Mitarbeiterteam angewiesen.
- Aufgrund der vorhandenen elektronischen Türschlössern ist es möglich, mit der CampusCard in die Hochschule und die Bibliothek zu gelangen. Wir Studierende haben bereits jetzt zeitlich eingeschränkten Zugang zum Hochschulgebäude, dieser müsste nur auf die Bibliothekstür erweitert werden.
Zu klären wäre vor allem noch inwiefern das Inventar sowie die Zeitungen und Zeitschriften vor unerklärlichem Schwund zu schützen sind. Möglichkeiten zur Weiterentwicklung wären jeweils wahlweise mit oder ohne Ausleihmöglichkeit
- ein zeitliche uneingeschränkter Zugang zur Bibliothek oder
- ein zeitlich eingeschränkter Zugang (z.B. zu den Zeiten, an denen Studierende bereits heute Zugang zum Gebäude haben oder Mo-So von 7.00 bis 21.00 Uhr)
Das wäre ein Schritt für eine erhöhte Benutzerfreundlichkeit, den Bibliotheken großer Universitäten, wie die des Karlsruhe Institute of Technologie, oder auch Bibliotheken von einer mit der Hochschule Kehl vergleichbaren Größe, wie der Zeppelin Universität Friedrichshafen.
Was halten Sie von einem Zugang zur Bibliothek außerhalb deren regulären Öffnungszeiten?
Edit: Die derzeitigen Öffnungszeiten der Bibo sind:
- In Zeiten regulärer Vorlesungen: Montag bis Donnerstag 7.30 bis 17.00 Uhr, Freitag 7.30 bis 15.00 Uhr
- Zwischen Winter- und Sommersemester: Montag bis Freitag 7.30 bis 15.00 Uhr
- In sonstigen vorlesungsfreien Zeiten: Montag bis Freitag 7.30 bis 13.15 Uhr




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11 Kommentare
Keine Macht kann eine Idee aufhalten, deren Zeit gekommen ist. (V.Hugo)
Die Frage ist nur, in welchem Zeitraum die Idee realisiert wird.
Ich bin grds skeptisch bezügl der menschlichen Natur. So glaube ich nicht, dass die Bibo ohne Aufsicht in demselben guten Zustand bleiben wird. Beispiele, wie sich die Studenten an der HS benehmen (wenn keiner hinschaut) gibt es en masse: Tassen die in Toiletten gestapelt werden, mutwillige Zerstörung der Pinnwand im Einzelwohnheim etc. Daher bin ich gegen die Öffnung der Bibo ohne Aufsichtspersonal!
@RV: Es ist durchaus traurig, wie sich manche Studenten verhalten. Selbst Papierpapier und Klopapier sollen schon abhanden gekommen sein. Solch ein Verhalten sollte man gerade bei diesem Studiengang eigentlich nicht erwarten….
Andererseits sind die PC-Räume auch nicht durchgängig bewacht und dort ist alles heil geblieben bislang…
Man könnte auch abends wie für die PC-Räume einen Tutor als Bibo-Bewacher einsetzen.
@ M: Ja, die Computerräume lasse ich als Gegenargument gelten. Allerdings denke ich bei der Bibo an die Zeiten im Semester, an denen alle zur selben Zeit Bücher benötigen für Seminararbeiten etc. und ob dann die Präsenzbestände wirklich in der Bibo bleiben… wenn jetzt schon teilweise Präsenzbestände in den Schließfächern gehortet werden (tatsächlich wahr) damit keiner ran kommt.
@ RV: Damit Präsenzbestände wirklich in der Bibo bleiben, gibt es einen Diebstahlschutz durch das RFID-System ergänzt durch eine Videoüberwachung. Wenn von einer Ganzkörper-Durchsuchung und dem Einsatz von Nacktscannern abgesehen wird, ist dieses System das derzeit technisch effizienteste. Es besser als die Anwesenheit einer Aufsicht. Aufsichtspersonen können in der Bibo nicht jeden Diebstahlversuch mitbekommen. Dennoch würde die Sicherheit der Bibo und deren Medien durch eine Aufsichtsperson verbessert werden.
Tatsächlich wird niemand zu einem besseren Menschen, wenn man ihn zum Beamten auf Widerruf vereidigt.
Auch die Pinnwand im WG-Wohnheim wurde vergangenes Jahr vandaliert (hier: in Brand gesteckt), bei den Tätern handelte es sich allerdings um sog. “Südländer” aus Kehl. Das entschuldigt o.g. Verhalten allerdings lange nicht.
Wenn schon jetzt Bücher aus der Bibo unerlaubt verschwinden und derzeit alles nach einer 24/7-Bibliothek schreit lautet die einzige nicht-personalintensive Lösung, um diesem Problem Herr zu werden: Kameraüberwachung.
Fraglich ist jedoch, ob die Kosten für so eine Investition in Verbindung mit der Beschneidung unserer Freiheiten durch derartige Überwachungsmaßnahmen gegenüber der Vorteile durch ständige Verfügbarkeit des Bücherbestands und das mögliche Ende vom unerklärlichen Verschwinden bestimmter Bücher überhaupt in einem anständigen Verhältnis zueinander stehen?
Am Ende wird sicher wieder ein unbefriedigender Kompromiss zwischen AStA und Rektorat getroffen, der zwar neue Freiheiten gewährt, aber der Allgemeinheit auch unzumutbare Kosten aufbürdet, in dem einzelne Bücherdiebe ihr Handwerk nun auch im Schutze der Nacht verrichten können.
Ganz nebenbei angemerkt: kaum auszudenken was passieren könnte, wenn sich ein marodierender Pöbel von FH-Studenten nach einer “geistreichen” Feier zu später Stunde in die Bibliothek “verirrt”. Traurige Beispiele aus der Vergangenheit an der FH gibt es hier leider genug…
In der Vergangenheit war es so, dass Bücher verschwunden sind. Um dem entgegenzuwirken ist bereits eine Kameraüberwachung des Eingangsbereiches vorhanden. Investitionen in Überwachungsmaßnahmen wurden als bereits getätigt. Einer Kameraüberwachung in Bibliotheken zum Diebstahlschutz haben Gerichte bereits als zulässig erklärt.
Ich finde es gut, dass die Hochschule hier Maßnahmen gegen Diebstahl ergreift.
Derzeit ist es so, dass Studierende zu folgenden Zeiten Zugang zum HS-Gebäude haben:
Montag bis Freitag 7.30 Uhr bis 20.00 Uhr
Samstag 7.30 Uhr bis 18.30 Uhr
Zu diesen Zeiten kann bereits ein “marodierender Pöbel” von Studierenden durch das Gebäude irren und potentiellen Schaden von mehreren tausend Euro (z.B. durch Zerstörung der Smartboards) anrichten. Die Hochschulverwaltung hat durch ihr handeln gezeigt, dass Sie den Nutzen durch Zugang zum Gebäude für Studierende höher bewertet als die (abstrakte) Gefahr der Zerstörung von Invetar.
Warum sollte diese Bewertung anders ausfallen, wenn zu diesen Zeiten die Studierenden Zugang zu einer gut gesicherten Bibliothek erhalten?
Meiner Meinung nach können bei einer 24/7 Öffnung der Bibliothek Bücherdiebe ihr Handwerk nicht ungestört im Schutze der Nacht ausführen. Sie werden von einer Kamera gefilmt und durch die Türschlösser kann technisch nachvollzogen werden, mit welcher CampusCard jemand in die Bibliothek gelangte.
Ebenso habe ich in meinen Beitrag neben einer 24/7-Öffnung auch die Möglichkeit eines zeitlich eingeschränkten Zugangs (z.B. zu den Zeiten, an denen Studierende bereits heute Zugang zum Gebäude haben oder Mo-So von 7.00 bis 21.00 Uhr) erwähnt. Hier wäre dem um 2.35 Uhr durch Kehl ziehendem “marodierender(sic!) Pöbel” von Studierenden der Zugang zur Hochschule verwehrt.
Zudem bewerte ich den Nutzen eines Zugangs zur Bibliothek außerhalb deren Öffnungszeiten höher als die Kosten, die bei Diebstahl oder Vandalismus die Hochschule zu tragen hat.
Wie bewertest du dies, “Mich”?
Zitat Patrick Rau: “Zudem bewerte ich den Nutzen eines Zugangs zur Bibliothek außerhalb deren Öffnungszeiten höher als die Kosten, die bei Diebstahl oder Vandalismus die Hochschule zu tragen hat.”
Das sehe ich nicht so. Soweit ich weiß, hat die Hochschule bereits jetzt massive Finanzprobleme, abgesehen davon dass evtl. Schäden an der Bibo nicht nur zu Lasten der HS gingen sondern bis zur Instandsetzung auch zu Lasten der Studenten. Weiterhin sehe ich keinen ultimativen Vorteil darin, nachts in die Bibo zu gehen. Klar, manchmal hat man sich schon nachts um zwei Uhr gedacht, dass ein BiboBesuch notwendig sei. Aber, mal ehrlich, keine DA oder Seminararbeit ist bisher daran gescheitert. Ich lehne Fortschritt um des Fortschritts willens ab, da für mich kein großer Nutzen ersichtlich ist. Oder hat jmd Argumente weshalb es notwendig ist?
@RV: Wir reden hier etwas aneinander vorbei.
Neben einer 24/7-Öffnung habe ich in meinen Beitrag auch die Möglichkeit eines zeitlich eingeschränkten Zugangs (z.B. zu den Zeiten, an denen Studierende bereits heute Zugang zum Gebäude haben oder Mo-So von 7.00 bis 21.00 Uhr) erwähnt. Mir ist nicht bewusst, dass bei diesem Thema Fortschritt um des Fortschritts willen gefordert wurde. Die eine oder andere Diplom- oder Seminararbeit könnte durchaus besser oder schneller vollendet worden sein, wenn der Verfassende einen Zugang zur Bibo außerhalb deren Öffnungszeiten gehabt hätte.
Mit Vandalismus in der Bibo schneiden sich Studierende ins eigene Fleisch. Einerseits könnte dadurch der Zugang eingeschränkt werden und andererseits wären die Verursachenden sicherlich mit Schadensersatzforderungen konfrontiert.