Verwaltung.modern

Was passiert in der öffentlichen Verwaltung?

Der Arbeitsplatz der Zukunft des Landratsamtes Ostalbkreis!

Der Arbeitsplatz der Zukunft im Jahr 2022 im Geschäftsbereich Soziales des Landratsamtes Ostalbkreis ist schon geplant und wartet nur noch auf seine Realisierung. Melissa Trunk, Absolventin der HVF Ludwigsburg 2018, hat unter hochschulseitiger Betreuung von Frau Prof. Dr. Schenk und unter Betreuung des LRA Fachbereichsleiters für Organisation Martin Brandt, ein Untersuchungsdesign aufbauend auf der Needs Driven Approach entwickelt und den Geschäftsbereich Soziales untersucht. Das Ergebnis hat Frau Trunk aufgearbeitet und in einen Entwurf für einen optimalen Team-, Einzel- und Gruppenarbeitsplatz überführt. Dabei hat sie die Konzepte von Me- and We-Spaces sowie neuere Arbeitszeitmodelle und Zusammenarbeitsformen integrierend berücksichtigt und die sich daraus ergebenden Anforderungen beachtet.

Das Landratsamt Ostalbkreis (LRA) plant gegenwärtig den Neubau eines zweiten Verwaltungsstandorts in Aalen, welcher voraussichtlich im Jahr 2022 fertiggestellt werden soll. Der beabsichtigte Neubau er­­möglicht es der Landkreisverwaltung, die bisherigen Organisations- und Raumkonzepte den gegen­wärtigen bzw. künftigen Strukturen und Erfordernissen anzupassen und somit eine zukunftsfähige Neugestaltung dieser zu erwirken.

Zielsetzung dieser Bachelor-Arbeit war es aufzuzeigen, wie mit zeitgemäßen und nachhaltigen Maßnahmen, der Arbeitsplatz im Jahr 2022 organisatorisch, räumlich und technisch modern und zukunftsorientiert gestaltet werden kann. Dies erfolgte beispielhaft am Sachgebiet „Offene Hilfen“ des Geschäftsbereichs Soziales. Mit dieser Ausarbeitung sollten den Projektteilnehmern der Landkreisverwaltung konkrete Ansatzpunkte und Handlungsempfehlungen vermittelt werden, welche in den Entscheidungs- und Planungsprozess einbezogen werden können.

Um der Zielsetzung gerecht zu werden und adäquate Handlungsempfehlungen für das LRA Ostalbkreis ableiten und aussprechen zu können, war es erforderlich, zunächst den Status quo der vor­herr­schenden Arbeits- und Organisationsgestaltung zu ermitteln. Als methodischer Untersuchungs­rahmen zur Datenerhebung diente der bedürfnisorientierte Ansatz von KRCMAR & SCHWABE, der „Needs Driven Approach“ (NDA). Unter Einbeziehung der Untersuchungsfelder des Analysebereichs des NDA wurde ein Interviewleitfaden konzipiert, anhand dessen Interviews mit Mitarbeitern der Land­kreis­verwaltung durchgeführt wurden. Die Datenanalyse und -auswertung erfolgte in Anlehnung an eine Aus­wertungsstrategie für die Analyse von Leitfadeninterviews nach SCHMIDT. Die daraus resul­tie­ren­den Untersuchungsergebnisse bildeten den Ausgangspunkt für die Soll-Konzeption.

Bevor schließlich auf dieser Grundlage konkrete Handlungsempfehlungen abgegeben wurden, wurde anhand ausgewählter Szenarien und Beispielen aufgezeigt, wie die organisatorische, räumliche und technische Arbeitsplatzgestaltung im LRA der Zukunft aussehen kann. Dabei wurden verschiedenste Innovationen, Inventionen, Visionen und Praxisbeispiele aus der Privatwirtschaft und anderen öffentlichen Verwaltungen vorgestellt und einbezogen.

Sowohl die Empirie als auch die Theorie einbeziehend wurden Handlungsempfehlungen zur Arbeits­platzgestaltung an das LRA Ostalbkreis entwickelt. Dies gliederten sich nach den Schwer­punktbe­reichen Arbeitsplatz- und Raumkonzept, Informations- und Kommunikations­tech­nologie, Tätigkeit und Arbeits­organisation sowie Führung und Zusammenarbeit gegliedert wurden. Darüber hinaus veran­schau­licht eine aus den Handlungsempfehlungen abgeleitete Arbeitsplatz­konfiguration – auch bildlich -, wie der Arbeitsplatz der Zukunft beim Landratsamt konkret aussehen könnte.

Das Besondere an dieser Arbeit ist zum einen die Aufgabenstellung mit hoher Anforderung an den Theorietransfer auf die Praxis, zum anderen die hohe Praxisrelevanz für Zukunft. Eine weitere Besonderheit ist, dass die von der Verfasserin ausgearbeitete Arbeitsplatzkonfiguration nach heutigem Stand im neuen Ver­waltung­sgebäude Anwendung finden wird. So trugen die aus dieser Bachelorarbeit gewonnenen Erkenntnisse und abgeleiteten Handlungsempfehlungen konkret und nachhaltig zum Entscheidungs- und Planungsprozess des Neubau-Projekts des LRA Ostalbkreis bei. Unter anderem fanden die durch die Ist-Analyse ermittelten Optimierungspotenziale, z. B. fehlende Sicher­heitsaspekte, Berücksichtigung. Andere Kommunen profitieren von den Erkenntnissen, da diese generalisier bar sind, und können somit eigene Schlüsse daraus ableiten.


Einen Kommentar schreiben

Ihre Daten werden niemals an Andere weiter gegeben.
Die Email-Adresse wird nicht angezeigt.
Sie können diese Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>
Notwendige Felder sind so markiert: *

*
*

Böser Kommentar hier? Kommentar melden.