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Was passiert in der öffentlichen Verwaltung?

Archiv des Themas Wirtschaft:

Nachhaltigkeit und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Referent: Prof. Dr. Armin Lude, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg

Studium Generale 9.3.2016, 15:55, PH-Hörsaal 2.101, Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg

Nachhaltigkeit ist ein Begriff, dessen Wurzeln mehr als 300 Jahre zurück reichen. Eine nachhaltige Entwicklung basiert auf der Vorstellung, dass eine zukunftsfähige Gesellschaft nur möglich ist, wenn die Anforderungen an die Natur in Bezug auf Umweltschutz (Ökologie), wirtschaftliche Leistungsfähigkeit (Ökonomie) und soziale Verantwortung (Soziales, Kultur) ausgeglichen sind.

Zur Erreichung dieses Zieles haben die Vereinten Nationen unter Leitung der UNESCO weltweit die „Dekade Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung 2005-2014“ ausgerufen, die nun im Rahmen eines „Weltaktionsprogramms“ (WAP) fortgeführt wird. Den Hochschulen kommt „Zukunftswerkstätten“ eine Bedeutung zu. Sie vermitteln zukünftigen Entscheidungsträger/innen wichtiges Wissen und Kompetenzen zur verantwortlichen Gestaltung der Welt von morgen. Die zunehmende Bedeutung der BNE wird auch durch den neuen Bildungsplan deutlich, in dem BNE als ein Leitprinzip verankert ist.

Im Beitrag werden nach einer kurzen Einführung zur Geschichte die unterschiedlichen Verständnisse von Nachhaltigkeit aufgezeigt. Ausgehend von Beispielen aus (Schul-)Verwaltung und Industrie wird die Umsetzung von nachhaltiger Entwicklung und deren Hindernisse thematisiert. Außerdem werden beispielhafte pädagogische Umsetzungen des Themas vorgestellt und diskutiert. Hierzu gehören vom Referenten entwickelte Simulationsspiele, Rollenspiele wie auch “moderne” Umsetzungen mit mobilen Endgeräten.

Zum Referenten:

Der Referent ist Professor für Biologie und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Seine Schwerpunkte in Wissenschaft und Praxis liegen im Bereich Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung. So leitet er verschiedene Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur BNE (wie Entwicklung von Materialien in Zusammenarbeit mit dem NABU, der NAJU oder der Filmakademie, Forschungen zur Wirkung von Geogames mit Smartphones zur Wertschätzung der Biologischen Vielfalt). Er ist Sprecher des landesweiten BNE-Hochschulnetzwerkes. Neuere Buchveröffentlichungen sind „Nachhaltigkeit erleben“, „Wildnisbildung“ und „Startkapital Natur“ (alle oekom München).

Nachhaltigkeit bei Textilien – Fiktionen, Fakten und Chancen

Referent: Dipl.Ing. (FH) Kai Nebel, Fakultät Textil und Design, Hochschule Reutlingen

Studium Generale 2.3.2016, 15:55, Raum Nr. 6.007, Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg

Der Ressourcenverbrauch in unserer Industrie- und Konsumgesellschaft steigt rasant, wobei die zur Verfügung stehenden Rohstoffe gleichzeitig knapper werden. Statistisch gesehen „verbraucht“ jeder Bundesbürger nahezu 28 kg Textilien pro Jahr. In der Textil- und Modebranche ist der Begriff „Nachhaltigkeit“ schon zur Mode geworden. Nahezu alle Unternehmen und Akteure schreiben sich Nachhaltigkeit auf die Fahnen, ob in konkreten Aktionen oder als Marketingkampagne. Bei näherer Betrachtung entpuppen sich die meisten Kampagnen als sogenanntes „greenwashing“, wenn es um Recycling, Ressourcenschonung oder Ökologie geht. Kann eine echte nachhaltige Entwicklung, angesichts unseres Konsumverhaltens überhaupt eine Chance haben? Welche Rolle spielen dabei globale und regionale bzw. kommunale Aspekte? Und was können wir als „Verbraucher“ von Textilprodukten zur Nachhaltigkeit beitragen? Eine kritische Betrachtung der Zusammenhänge.

Achter Contracting-Kongress (14. Mai 2014, Stuttgart)

Die Energiewende meistern – das bedeutet vor allem, Energie einzusparen und effizient mit ihr umzugehen. Vor diesem Hintergrund spielt die Gebäudesanierung eine zentrale Rolle. Vor allem Kommunen, Unternehmen, Sozialeinrichtungen und Wohnungsbaugesellschaften sollten beispielhaft vorangehen und andere motivieren, es ihnen gleichzutun.

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Wettbewerb für Städte und Gemeinden 2014

Zum nunmehr 17. Mal lobt der ADAC gemeinsam mit dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund, dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag einen Wettbewerb für Städte und Gemeinden aus. Der aktuelle Wettbewerb steht unter dem Motto „Maßnahmen und Konzepte für eine nachhaltige Mobilität in Städten und Gemeinden“.

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Ausschreibung Förderprogramm “Flächen gewinnen durch Innenentwicklung”

Vor drei Tagen war es so weit: Gisela Splett, Staatssekretärin im MVI, gab den Startschuss für das Förderprogramm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“. Das Förderprogramm richtet sich nach Angaben des MVI „an alle Städte, Gemeinden, Landkreise, Nachbarschaftsverbände und Zweckverbände in Baden-Württemberg. Das Programm bietet den Kommunen eine finanzielle Unterstützung an, um innerörtliche Entwicklungspotenziale zu untersuchen und zu aktivieren. Es bietet die Chance, attraktive Innenentwicklung in bestehenden Wohn- und Gewerbegebieten anzustoßen und lebendige Strukturen zu schaffen. Von Seiten des Ministeriums werden Ideen, Konzepte und nicht-investive Maßnahmen unterstützt, die auf das Ziel kompakter, lebenswerter Siedlungsstrukturen mit attraktiven Ortskernen, guter Nahversorgung und kurzen Wegen gerichtet sind. Bei den Planungsprozessen soll dabei nicht nur den unmittelbar Betroffenen, sondern allen gesellschaftlichen Gruppen Informations- und Mitwirkungsmöglichkeiten eröffnet werden. Auch für gewerbliche Nutzungen sollen und können Flächenpotentiale mobilisiert werden, ohne zusätzliche Flächen im Außenbereich in Anspruch zu nehmen. Das Förderprogramm zielt insbesondere auf Konzepte zur Entwicklung bestehender, aber unzureichend genutzter Gewerbegebiete. […] Anträge können bis zum 25.04.2014 beim Ministerium für Verkehr und Infrastruktur eingereicht werden. Investive Vorhaben, wie Grunderwerb, Umbau- oder Sanierungsmaßnahmen sowie bereits begonnene Projekte können nicht gefördert werden.“

“N!Tage” am 11. und 12. Juli 2014

N! N! N! – das könnte ein Zitat des Stotterers Ken aus Ein Fisch namens Wanda sein. Ist es aber nicht. Sondern es geht um die N!Tage im ganzen Land. (Wahrscheinlich hat sich da ein cleverer Öffentlichkeitsarbeiter gedacht, weil „Nachhaltigkeit“ in jede noch so unpassende Textstelle angepflanscht wird, wäre N! inzwischen schon ein Fortschritt.) „Bei den N!Tagen am 11. und 12. Juli 2014 wollen wir das große Potenzial in Baden-Württemberg nutzen und dazu aufrufen, gemeinsam angedachte Ideen weiterzudenken und kluge Köpfe zusammenzubringen. Präsentieren Sie uns Ihre Nachhaltigkeitsaktionen und setzen Sie damit Zeichen im ganzen Land!“, fordert die entsprechende Website. Teil der N!Tage sind die kostenlosen N!Tage Workshops, bei denen man die örtlichen Akteure und Initiativen kennenlernen kann. „Kommunen, Landkreise, Unternehmen, Vereine, Verbände, Verbünde, Bildungseinrichtungen, Kirchen, Organisationen, Institutionen, Landwirtschaftsbetriebe und alle, die nachhaltig denken, handeln und leben, sind dazu eingeladen, sich in vielfältiger Form mit eigenen Veranstaltungen zu beteiligen und ihre Aktivitäten im Bereich nachhaltiger Entwicklung den Bürgerinnen und Bürgern vorzustellen“, heißt es von Veranstalterseite. Wollen Sie mehr erfahren? Dann gehen Sie auf http://www.nachhaltigkeitstage-bw.de/

Würth Bildungspreis 2015

Im Jahr 2007 wurde erstmals etwas vergeben, worauf Städte und Gemeinden Schulen in ihrer Trägerschaft vielleicht hinweisen können (falls noch nicht geschehen): der Würth Bildungspreis. Er „will Schulprojekte fördern, in denen Schülerinnen und Schüler selbstbestimmt, verantwortlich und teamorientiert auf die Bewältigung ökonomisch geprägter Lebenssituationen vorbereitet werden. Insbesondere sollen Projekte begleitet und gefördert werden, die unternehmerisches Handeln in den Mittelpunkt stellen. Dabei ist unternehmerisches Handeln und Urteilen weit gefasst. Es fördert prinzipiell alle genannten Kompetenzen und umfasst Aktivitäten, die sehr wohl in den Betrieb einer Schülerfirma münden können, aber auch solche, die darüber hinausgehen. Unternehmerisches Handeln muss sich nicht auf erwerbswirtschaftliches Unternehmerhandeln beschränken, sondern kann auch gemeinnützige Aktivitäten, einen die Selbstständigkeit fördernden Berufsorientierungsunterricht oder die gemeinsame Arbeit an der Weiterentwicklung ökonomischer Bildung, z. B. im Schulcurriculum, einschließen“, heißt es u.a. auf der entsprechenden Website unter „Definition“. Wer die mit dem Würth Bildungspreis verbundenen Mittel von max. 5.000 EUR erhaschen will, hat allerdings noch etwas Zeit: Laut Ausschreibung endet die Bewerbungsfrist für den Würth Bildungspreis 2015 am 30.06.2014.

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