Verwaltung.modern

Was passiert in der öffentlichen Verwaltung?

Archiv des Themas öffentliche Verwaltung:

e-Services – von Ende zu Ende gedacht!

Birgit Schenk

Usability und Nutzungszufriedenheit sind im Public Service Design das zentrale Qualitätskriterium. Sind diese gegeben werden von den Einwohnern / Bürgern e-Services angenommen und gern genutzt. Ob diese genutzt werden, können Nutzungskennzahlen verraten. Sind diese nicht verfügbar, bleibt noch die Möglichkeit des  Nutzer*innen-Tests, um zu erfahren, wie anwenderfreundlich die e-Services gestaltet sind. So haben sich Studierende im Modul e-Government/Informationsmanagement der Vertiefung an der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg unter Anleitung von Rüdiger Czieschla, Stadt Freiburg,  mit der Frage „Wie zufrieden sind Nutzer*innen mit den kommunalen Service-Prozessen auf service-bw?“ während der Lehrveranstaltung Digital Public Service Design am 15. und 16. November 2018 auseinandergesetzt. Das Ergebnis finden Sie im dem Blog „Agile Verwaltung“ veröffentlicht – klicken Sie  hier 

Redaktionsbesuch beim Staatsanzeiger

In Rahmen des Fachprojekts “Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für die Verwaltung” besuchten Studierende der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg am 8. März 2017 die Redaktion des Staatsanzeigers.

Eine Gesprächsrunde mit Chefredakteurin Breda Nußbaum und Geschäftsführer Joachim Ciresa gab interessante Einblicke in die Abläufe eines modernen Medienhauses. Die Studierenden erfuhren mehr über die einzelnen Geschäftsfelder des Staatsanzeigers. Zahlreiche Fragen zum Redaktionsalltag, der Rolle und Bedeutung des Staatsanzeigers für die öffentliche Verwaltung oder der Berichterstattung bei politisch schwierigen Themen, wurden beantwortet.

Auch die Kommunikation der Verwaltung mit dem Bürger und den Medien war ein Thema des Besuchs. Was kann die Verwaltung in ihrer Außendarstellung noch besser machen? Wie verhält man sich im Umgang mit der Presse?

Information:

Das Fachprojekt “Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für die Verwaltung” wird im Studienjahr 2016/2017 während des Grundstudium des Studiengang “Public Management” der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg angeboten. Im Fachprojekt haben die Studierenden erste Berührungspunkte mit den einzelnen Instrumenten der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und arbeiten an einem Projekt. Betreut wird das Fachprojekt von Herrn Julian Meier, beschäftigt beim Referat “Bürgerinformation” des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg.

Studierende zu Besuch beim Staatsanzeiger. Foto: Wirth, Staatsanzeiger

Sind wir ohne Geodaten orientierungslos?

Referent: Luz Berendt, Präsident des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung (LGL)

Studium Generale 23.3.2016, 15:55, PH-Hörsaal 2.101, Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg

Wie komme ich von der Büchsenstraße 54 in Stuttgart in die Reuteallee 36 in Ludwigsburg? Wo ist der beste Standort für eine Windkraftanlage? Wie wird morgen das Wetter?

Für Antworten auf all diese Fragen werden Geodaten benötigt. Deshalb sind sie aus allen gesellschaftlichen Bereichen nicht mehr wegzudenken. Für Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Freizeit und Sport sind Geodaten eine wichtige Entscheidungsgrundlage. Laut einer wissenschaftlichen Studie haben 57 % aller Informationen in Wikipedia einen Georaumbezug.

Wie entstehen Geodaten? Wie werden sie für jedermann verständlich? Wo verwendet beispielsweise Google sie? Diesen und weiteren Fragen widmet sich Luz Berendt, Präsident des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL); denn dort werden die Geodaten vorgehalten, ständig aktualisiert und bereitgestellt. Da unser Leben von so vielen Geodaten durchdrungen ist, möchte er mit Ihnen am 23. März 2016 diskutieren: „Sind wir ohne Geodaten orientierungslos?“

Interkulturelle Öffnung als ethische Maxime

Referentin: Prof. Dr. Andrea Cnyrim, Hochschule Karlsruhe

Studium Generale 9.3.2016, 15:55, Raum 6.007, Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg

Im Zuge der Diskussion und Umsetzung einer nachhaltigen Willkommens- und Bleibekultur in Deutschland stell sich öffentlichen Verwaltungen automatisch auch die Frage nach den Leitlinien ihres Handelns als der Gesellschaft gegenüber verantwortlichen Organisationen.
In diesem Vortrag wird der Prozess der nachhaltigen Verankerung interkultureller Öffnung am Fallbeispiel des Landkreises Germersheim mit Blick auf die ethischen Grundsätze und die gesellschaftliche Verpflichtung öffentlicher Verwaltungen erörtert. Dabei steht im Vordergrund, wie öffentliche Verwaltungen ganzheitlich und nachhaltig zur Lösung derjenigen drängenden sozialer Probleme im lokalen Umfeld beitragen können, die durch den demographischen Wandel und die Zunahme kultureller Heterogenität in Deutschland entstehen.

Nachhaltigkeit und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Referent: Prof. Dr. Armin Lude, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg

Studium Generale 9.3.2016, 15:55, PH-Hörsaal 2.101, Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg

Nachhaltigkeit ist ein Begriff, dessen Wurzeln mehr als 300 Jahre zurück reichen. Eine nachhaltige Entwicklung basiert auf der Vorstellung, dass eine zukunftsfähige Gesellschaft nur möglich ist, wenn die Anforderungen an die Natur in Bezug auf Umweltschutz (Ökologie), wirtschaftliche Leistungsfähigkeit (Ökonomie) und soziale Verantwortung (Soziales, Kultur) ausgeglichen sind.

Zur Erreichung dieses Zieles haben die Vereinten Nationen unter Leitung der UNESCO weltweit die „Dekade Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung 2005-2014“ ausgerufen, die nun im Rahmen eines „Weltaktionsprogramms“ (WAP) fortgeführt wird. Den Hochschulen kommt „Zukunftswerkstätten“ eine Bedeutung zu. Sie vermitteln zukünftigen Entscheidungsträger/innen wichtiges Wissen und Kompetenzen zur verantwortlichen Gestaltung der Welt von morgen. Die zunehmende Bedeutung der BNE wird auch durch den neuen Bildungsplan deutlich, in dem BNE als ein Leitprinzip verankert ist.

Im Beitrag werden nach einer kurzen Einführung zur Geschichte die unterschiedlichen Verständnisse von Nachhaltigkeit aufgezeigt. Ausgehend von Beispielen aus (Schul-)Verwaltung und Industrie wird die Umsetzung von nachhaltiger Entwicklung und deren Hindernisse thematisiert. Außerdem werden beispielhafte pädagogische Umsetzungen des Themas vorgestellt und diskutiert. Hierzu gehören vom Referenten entwickelte Simulationsspiele, Rollenspiele wie auch “moderne” Umsetzungen mit mobilen Endgeräten.

Zum Referenten:

Der Referent ist Professor für Biologie und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Seine Schwerpunkte in Wissenschaft und Praxis liegen im Bereich Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung. So leitet er verschiedene Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur BNE (wie Entwicklung von Materialien in Zusammenarbeit mit dem NABU, der NAJU oder der Filmakademie, Forschungen zur Wirkung von Geogames mit Smartphones zur Wertschätzung der Biologischen Vielfalt). Er ist Sprecher des landesweiten BNE-Hochschulnetzwerkes. Neuere Buchveröffentlichungen sind „Nachhaltigkeit erleben“, „Wildnisbildung“ und „Startkapital Natur“ (alle oekom München).

Open Data – Ein Konzept der Zukunft?

Handlungsempfehlungen an eine Stadt

Von Esther Baral

Open Data bzw. Open Government Data, ein Konzept, das für den öffentlichen und freien Zugang zu Regierungs- und Verwaltungsdaten steht, die frei genutzt, zusammengeführt und weiterverwendet werden können, ist nun auch ein aktuelles Trendthema in Deutschland. Forderungen an Politik und Verwaltung nach einer neuen offenen Verwaltungskultur werden immer lauter.

Als zentraler Bestandteil und Grundlage für diese neue Verwaltungskultur, die mit dem Begriff „Open Government“ beschrieben wird, soll Open Data zur Stärkung von Transparenz, Partizipation und Kollaboration beitragen und neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Politik, Bürgern und Wirtschaft ermöglichen.

Während in Ländern wie den USA der Transparenzgedanke durch das vielfältige Angebot offener Daten bereits praktisch gelebt wird, befindet sich Deutschland erst am Anfang dieser Entwicklung.

Allerdings wird das Ziel der Transparenz von Regierung und Verwaltung auch in Deutschland immer mehr rechtlich verankert. So fordert beispielsweise die INSPIRE-Richtlinie der EU, aber auch das geplante Informationsfreiheitsgesetz Baden-Württemberg, die Veröffentlichung von Daten des öffentlichen Sektors oder begründen den Anspruch auf Zugang zu Informationen von Regierung und Verwaltung auf Antrag. Die Erfüllung dieser Forderungen kann ein erster Schritt zur Realisierung von Open Data darstellen.

Viele Handlungsfelder lassen sich zur Umsetzung identifizieren. Diese sind vor allem organisatorischer, rechtlicher und technischer Art. Ebenso spielen die Stakeholder (Anspruchsgruppen) eine entscheidende Rolle bei der Effizienz und Effektivität des Angebots. Ihre Bedürfnisse und Wünsche müssen bekannt sein, um den Erfolg eines solchen Projekts herbeizuführen. Interne Stakeholder (z.B. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, politische Mandatsträger,…) sind dabei genauso zu berücksichtigen wie externe. Denn zur erfolgreichen Umsetzung des Ansatzes bedarf es eines Wandels der Verwaltungskultur zu mehr Offenheit gegenüber Dritten.

Stakeholder einer Verwaltung

Während viele Verwaltungen das Thema aufgrund zahlreicher Hürden eher misstrauisch beäugen, haben sich einige wenige Städte in Deutschland der Umsetzung des Projekts “Open Data” verschrieben und versprechen sich einen Nutzen davon. Trotz der bislang eher geringen Anzahl der veröffentlichten Datensätze konnte jedoch schon die eine oder andere nützliche Anwendung entwickelt werden. Weiterlesen »

Bundesinnenministerium richtet De-Mail-Postfach ein

Seit 31. August 2015 ist das Bundesinnenministerium auch per De-Mail erreichbar. In einem ersten Schritt hat das Ministerium ein zentrales Postfach – poststelle@bmi-bund.de-mail.de – eingerichtet.

Die Möglichkeit, per De-Mail zu kommunizieren, bieten inzwischen immer mehr Behörden und Unternehmen in Deutschland an. Die Behörden des Bundes sind gesetzlich verpflichtet, ab 24. März 2016 einen Zugang für De-Mail zur Verfügung zu stellen. Um dieser Verpflichtung nachzukommen, werden die Behörden des Bundes gegenwärtig schrittweise an das zentral betriebene De-Mail-Gateway des Bundes angeschlossen.

Mehr Informationen zum Thema sind der Pressemitteilung des Bundesinnenministeriums vom 31.08.2015 zu entnehmen.

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