Verwaltung.modern

Was passiert in der öffentlichen Verwaltung?

Archiv des Themas Jugend:

Tagung “Jugend ohne Rettungsschirm. Herausforderungen annehmen!” 14.-17.09.2013

Alle drei Jahre richtet die DVJJ den Deutschen Jugendgerichtstag, die zentrale Tagung für alle mit Jugenddelinquenz und Jugendkriminalrechtspflege befassten Berufsgruppen, aus. Der kommende, nunmehr 29. Deutsche Jugendgerichtstag findet vom 14. bis 17. September 2013 in Nürnberg statt und steht unter dem Titel „Jugend ohne Rettungsschirm. Herausforderungen annehmen!“.
Neben den Plenarvorträgen –  es referieren Prof. Jutta Allmendinger, Prof. Dr. Joachim Bauer sowie Prof. Dr. Karl-Ludwig Kunz – werden zahlreiche Arbeitskreise und Vorträge in Foren zu unterschiedlichen aktuellen und grundlegenden Themen aus dem Bereich der Jugenddelinquenz und der Jugendkriminalrechtspflege angeboten.

Weitere Infos und Anmeldung: http://www.dvjj.de/veranstaltung.php?artikel=1708

Marion Tschertner

Programm wider das jugendliche Rumhängen

„G-ä-h-n! Hier ist gar nichts los. Ich langweile mich täglich bloß“ (Zitat aus Katherine Sullys Das Flusspferd sagt Gähn!). Doch, liebe Jugendliche, in den Ferien bloß der unseligen Tradition des Rumhängens frönen, nein, das muss nicht sein! Und Hilfe naht! Vereine, Stiftungen, gemeinnützige GmbHs bzw. öffentlich-rechtliche Körperschaften, die auf Zack sind, können sich noch bis 31. Juli 2013 für ein Programm bewerben, das neue Ansätze für pädagogisch betreute Ferienangebote initiieren und fördern soll: das Programm „Innovative Ferienangebote für Kinder und Jugendliche“ der Stiftung Kinderland

Infos: http://www.stiftung-kinderland.de/programme/ausschreibungen/aktuelle-ausschreibung/innovative-ferienangebote-fuer-kinder-und-jugendliche.html

Zweiter Jugendzivilcouragepreis des Landes Baden-Württemberg

Er steht unter der Schirmherrschaft des baden-württembergischen Landtagspräsidenten Guido Wolf sowie Ingo Lenßen: der Zweite Jugendzivilcouragepreis des Landes Baden-Württemberg, der auf Mut und Courage junger Menschen aufmerksam machen und diese Charaktereigenschaften mit einem Preisgeld von insgesamt 5000 Euro würdigen soll. „Titelthema“ des Jugendzivilcouragepreises diesmal: „Mut haben, Meinung äußern, gerade stehen.“ Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahren oder aber Schulen sowie weitere Einrichtungen der Jugendarbeit können sich noch bis zum 20. Juni formlos bewerben, mit Angaben zur Sache, den beteiligten Personen und den Umständen, Konzepten, (Zeitungs-)berichten, Fotos, und so weiter. Rückfragen zum Wettbewerb sind bei der Projektleitung im Stuttgarter Jugendhaus „dasCANN“ möglich (Kegelenstr. 21, 70372 Stuttgart, Tel.: 0711-553417400, E-Mail: cannstatt@jugendhaus.net), das auch über eine Facebook-Seite verfügt.

Außerdem bleibt zu hoffen, dass die zur Preisvergabe gehörige Seite www.jugendzivilcouragepreis.de bald (wieder?) funktioniert…

Wettbewerb für “inklusive Schulen”

Vorgestern startete die Bewerbungsfrist: Der “Jakob Muth-Preis für inklusive Schule” wird auch in diesem Jahr ausgeschrieben. Unter dem Motto “Gemeinsam lernen – mit und ohne Behinderung” zeichnet er mit insgesamt 14.000 Euro Preissumme Schulen aus, in denen Kinder mit und ohne Förderbedarf vorbildlich gemeinsam lernen. Bewerben können sich alle Schulformen: Grundschulen, Hauptschulen, Werkrealschulen, Realschulen, Gymnasien, Gemeinschaftsschulen, Gesamtschulen, Förderschulen und Schulverbünde. Die Bewerbungsfrist endet am 14. Juni 2013. Bewerbungsunterlagen und Hintergrundinformationen sind abrufbar unter www.jakobmuthpreis.de

Wettbewerb “Europa und die Jugend 2013“

Das Regionale Institut für Europäische Studien Friuli Venezia Giulia (IRSE) hat einen  Wettbewerb “Europa und Jugend 2013“ gestartet, der sich außer an Schüler sämtlicher Klassenstufen auch an Studierende an Hochschulen wendet. Im Falle der Hochschul-Studierenden sollten die Wettbewerbsbeiträge nicht länger als 20.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) sein; besonders gerne gesehen wird es, wenn eine englischsprachige Inhaltsangabe dabei ist (1500 Zeichen inkl. Leerzeichen) und eine Video-Präsentation in englischer Sprache (max. 2 Minuten). Themenfelder des Wettbewerbs sind z.B. „Erasmus für alle“ oder „Frauen in der Verwaltung“. Ausgelobt werden Geldpreise zwischen 200 und 500 Euro sowie Sachpreise. Einsendeschluss ist der 25. März 2013.

Rechtsfragen in der Schulsozialarbeit

Buchstäblich über Nacht, nämlich in Verbindung mit dem sog. Bildungs- und Teilhabepaket wurden Schulsozialarbeiter über die Schulen ausgeschüttet. Dort wurden sie freundlich begrüßt, oft in der irrigen Annahme, sie seien Assistenten der Lehrkräfte, was auf die Schulsozialarbeiter aber befremdlich wirkt, da sie unter dem Schlagwort (manchmal auch unter dem Schlachtruf): „Gleiche Augenhöhe“ angetreten sind. So ist es nicht verwunderlich, dass es zu Spannungen zwischen den Berufsgruppen kommt, die in Streitfragen kulminieren wie z.B.: Welche Informationen muss ich übermitteln? Wie weit geht die Schweigepflicht? Was verlangt der Schutzauftrag? Antwort auf solche Fragen können nicht aus Reflexionen über die jeweilige Rolle oder nach Handlungsempfehlungen gegeben werden, sondern ausschließlich durch das Gesetz. Dies gebietet der Grundsatz der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung, der elementares Prinzip des Rechtsstaates ist (Art. 20, 28 Grundgesetz-GG).

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Das Bundeskinderschutzgesetz – „Meilenstein“ oder „Mühlstein“?

Von allen am Gesetzgebungsverfahren Beteiligten wurde das Bundeskinderschutzgesetz als „Meilenstein“ gepriesen – für betroffene Praktiker ist es eher ein „Mühlstein“. Für nicht Eingeweihte ist es ohnehin ein Rätsel. So sprach der die Sitzung des Bundesrats am 16. Dezember leitende bayerische Staatsminister unbeirrt vom „Bundeskindergartenschutzgesetz“. Der Gesetzgeber reagiert auf jeden neuen spektakulären Fall von Kindesmisshandlung mit neuen Normen. Abhilfe schaffen aber nicht mehr Paragraphen, sondern mehr Personal. Der „Fall Chantal“ in Hamburg ereignete sich nach Inkrafttreten des Bundeskinderschutzgesetzes. Weiterlesen »

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