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Was passiert in der öffentlichen Verwaltung?

Archiv des Themas Führungskräfte:

Die Rolle der/des Vorgesetzten als Sinnstifter bei der Arbeit

Eine Zusammenfassung meiner Bachelorarbeit. Von Christoph Bauer.

Erwischen Sie sich oder Kollegen häufiger bei dem Satz „Gott sei Dank, es ist Freitag!“ oder dabei, die letzten Minuten zu zählen, die Sie vom Feierabend trennen? Neigen Sie dazu, Erzählungen über Ihren Arbeitsalltag grundsätzlich sarkastisch zu untermalen, weil Ihnen partout nichts Positives einfällt? Und sind Sie mit dieser Einstellung allein? Doch was wäre die Alternative? Ein Lotto-Gewinn? Den Job kündigen und nie wieder arbeiten? 24 Stunden am Tag Freizeit und Erholung?

Was auf den ersten Blick verlockend erscheinen mag, ist in der Praxis häufig problematisch. Ohne tägliche Arbeit, die unseren Tagesablauf strukturiert, die für gesellschaftliche Anerkennung und soziale Interaktion sorgt, die uns die Chance gibt, uns weiterzuentwickeln, uns herausfordert und uns ein Gefühl gibt, gebraucht zu werden, fehlt oft auch ein wesentlicher Bestandteil der eigenen Identität und einer der Hauptfaktoren, die für Sinn im Leben verantwortlich sind. Dass sich eine als sinnvoll erachtete Tätigkeit nicht nur für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorteilhaft auswirkt, sondern auch aus Sicht des Arbeitgebers wünschenswert ist, liegt nahe: Sinn sorgt für mehr Engagement bei der Arbeit und eine höhere Arbeitsleistung, verhindert Fehltage und Kosten für die Neubesetzung von Stellen aufgrund von Arbeitsplatzwechseln und wirkt gegen eine innere Kündigung am Arbeitsplatz. Weiterlesen »

Peter Derber: “Stress hat nur der Leistungsschwache” (Rezension)

Net gmault isch globt gnug!, lautet angeblich ein schwäbischer Spruch. Dass Loben zum Führen gehört, ist Allgemeinplatz. Sehr gern gelebt, doch zu wenig thematisiert: dass auch Runtermachen eine wichtige Führungsqualifikation ist. Natürlich gibt es Naturtalente, denen diese Qualifikation mit in die Wiege gelegt wurde. Andere ergattern sie durch ihre Profession. Die Verwandlung des Amtes durch den Menschen dauert etwas länger als die Verwandlung des Menschen durch das Amt, soll Joschka Fischer dazu mal gemeint haben. Wem bislang weder nature noch nurture beim gelebten Reinwürgen beisprangen, der könnte sich durch den Untertitel des Buches Stress hat nur der Leistungsschwache angelockt fühlen. Der Untertitel lautet nämlich: die fiesesten Chef-Sprüche. Passen tut er nicht wirklich. Denn der Autor Peter Derber (ein Pseudonym) hat nicht nur fiese Sprüche versammelt. Vielmehr handelt es sich bei Derbers Buch mit „mehr als 500 Sprüchen“ (so Derber in der Einleitung) um eine „kleine Redeblumensammlung“: Floskeln, Phrasen und Plattitüden. Im Anhang der Sprüche-Sammlung findet sich ein Glossar Buzzwords beherrschen sowie eine Anleitung für Plattitüden-Poker: das Spiel. Weiterlesen »

“Read & meet” (oder auch nicht)

„Zu viele Besprechungen sind ein deutliches Zeichen für eine schlechte Organisation”, soll C. N. Parkinson angeblich gesagt haben, dessen Buch Parkinsons Gesetz und andere Studien über die Verwaltung sowohl in der Kehler als auch in der Ludwigsburger Hochschulbibliothek zu finden ist (Signatur L x 1613 / 1614 bzw. Oa i 3170). Aus verschiedenen Studien hat die Seite dasbibliothekswissen.de zum Thema Meeting folgende Angaben zusammengetragen

  • Das untere und mittlere Management verbringe durchschnittlich 30% seiner Arbeitszeit in Meetings, Top-Manager noch mehr
  • 40% der Zeit, die Manager in Meetings verbringen, sei vergeudet
  • 50% der Arbeitnehmer dächten in Meetings an andere, private Dinge
  • 60% aller Mitarbeiter seien mit den Sitzungsergebnissen unzufrieden
  • 70% aller Maßnahmen, die in Besprechungen beschlossen werden, würden nicht umgesetzt
  • 80% aller Besprechungen dienten lediglich dem Austausch von Meinungen und Informationen
  • 90% aller Manager müsse die in Meetings verbrannte Zeit “hinten anhängen”, um einen Teil ihrer Aufgaben noch zu erledigen – den anderen Teil lassen jene Manager unerledigt 

Unter der oben genannten Seite dasbibliothekswissen.de finden sich einige frei zugängliche Beiträge, die auch außerhalb des Bibliothekswesens vielleicht brauchbar sein können:     

Auf dass man nicht in diejenige Besprechungsteilnehmer-Kategorie gehöre, über die Robert Jungk einmal gemeint haben soll: „Über manche Besprechungsteilnehmer muss man sich fragen: Hilft er eigentlich bei der Lösung, oder gehört er mit zum Problem?“

Nachwuchssorgen in der Kommunalpolitik – Ein Angebot der Friedrich-Ebert-Stiftung erprobt einen neuen Weg

Bürgermeister respektive Bürgermeisterin in Baden-Württemberg zu sein gilt gemeinhin als Traumberuf. Kaum ein anderes Amt billigt dem Inhaber so viel Gestaltungs- und Entscheidungsspielraum zu. Zudem besitzen Bürgermeister hierzulande durch die Direktwahl ein hohes Maß an Legitimation und Ansehen. Vielleicht liegt es daran, dass es in Baden-Württemberg noch nicht so weit ist wie in manchen anderen Bundesländern, in denen bei Bürgermeisterwahlen in kleinen Gemeinden Kandidierende ganz fehlen oder gar per Zeitungsannonce gesucht werden. Aber – wie bundesweit – wird auch hier über den Rückgang der Bewerbungen geklagt. Kommunale Spitzenverbände, Gemeinderäte, aber auch amtierende Bürgermeister berichten immer wieder, dass seit Jahren der „Pool“ an geeigneten Bürgermeisterkandidatinnen und -kandidaten kleiner wird. Weiterlesen »

Führung in der öffentlichen Verwaltung – reine Routine?

Von der Hochschule direkt in den Chefsessel, das wäre wohl für viele eine wünschenswerte Karriere. Am besten keinen mühsamen, jahrelangen Weg beschreiten, sondern gleich etwas zu sagen haben. Doch was muss man im Umgang mit seinen Mitarbeitern beachten? Welche Tätigkeiten muss man in einer Führungsposition übernehmen? Ein kleiner Einblick in die alltäglichen Aufgaben eines Dezernenten bringt Licht ins Dunkel.

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Entwicklung moderner Führungs- kompetenzen auf der Amtsleiterebene – Erfahrungen aus einem interdisziplinären Projekt des Masterstudienjahrgangs „Public Management“

Im berufsbegleitenden Masterstudiengang „Public Management“ (MPM) für Führungskräfte und Nachwuchsführungskräfte des öffentlichen Sektors haben die Studierenden an der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg die Möglichkeit, einen Vertiefungsschwerpunkt in Form eines  interdisziplinären Projektes zu wählen, das sie dann gemeinsam bearbeiten. Die Teamarbeit im Projekt  erstreckt sich über drei Semester und hat zum Ziel, Studium und Praxis anschaulich miteinander zu verknüpfen.

Problemstellungen aus der Praxis werden unter Anwendung wissenschaftlicher Theorien und Methoden gelöst. Dadurch entsteht ein Mehrwert für beide Seiten:
Die kooperierende Organisation erhält fundierte, wissenschaftsgestützte Beratungsdienstleistungen von motivierten und bereits praxiserfahrenen Verwaltungsfachleuten. Die Studierenden bearbeiten einen „lebendigen“ Fall, an welchem neue Erkenntnisse und Erfahrungen gesammelt und der eigene Verwaltungshorizont erweitert werden können.

Träger für wissenschaftsgestützte Beratungsdienstleistungen und interdisziplinäre Projekte im Bereich „Führung und Coaching im öffentlichen Sektor“ ist das gleichnamige Kompetenzzentrum II am Institut für angewandte Forschung (IAF) der Hochschule. Ein hier angesiedeltes Beratungsprojekt – begleitet aktuell die Stadtverwaltung Mühlacker – hat die Entwicklung moderner Führungskompetenzen auf der Amtsleiterebene zum Ziel.

Vier Studentinnen des MPM 2010 (Andrea Blender, Simone Brand, Sandra Grüninger und Kerstin Muhler) bilden unter Leitung von Prof. Dr. Schneider die Projektgruppe.  

 

Über die Erfahrungen mit diesem Projekt, Erlebnisse und Lerneffekte soll im Folgenden berichtet werden.

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Studium Generale: “Ethik in der Verwaltung”

Am Mittwoch, 06.04.2011 referiert Herr Prof.Dr. Bernd Banke aus Reutlingen im Rahmen des “Studium Generale/Forum Zeitfragen” über das Thema “Ethik in der Verwaltung”.

Verwaltungsethik ist kein besonders geläufiges Thema und dennoch haben Fragen der Ethik innerhalb der Verwaltung in den letzten Jahren hohe Aufmerksamkeit gefunden. Herr Prof.Dr. Banke wird uns einen Einblick in die grundlegenden Begriffe und in die Logik der Ethik geben.

Der Vortrag beginnt um 18 Uhr in der Aula der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl.

Wir dürfen uns auf einen aufschlussreichen Abend freuen!

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