Verwaltung.modern

Was passiert in der öffentlichen Verwaltung?

Archiv des Themas Europäische Union:

Was willst Du mit Statistik, sprich?

“Der Bürokrat, der sich mit einem Computer gewappnet hat, ist der heimliche Gesetzgeber unserer Zeit und zugleich eines ihrer größten Übel”, soll Neil Postman einmal gemeint haben. Und was gilt gemeinhin als bürokratischer Moloch und folglich Heimstatt computergenerierter Statistiken, die erstellt und dann vergessen werden? Die Europäische Union. Doch damit soll schon lange Schluss sein: Auf dem eigenen Anspruch nach leicht verständliche Weise bietet die EUROSTAT-Plattform Statistics Explained seit 2009 Informationen an, die nicht nur Wissenschaftler und Studenten, sondern eine breite Öffentlichkeit ansprechen sollen. Letzteres soll dadurch erreicht werden, dass Statistics Explained nicht nur nackte Zahlen bietet, sondern – wie der Name schon andeutet – diese nackten Zahlen auch erklärt. Und zwar mittels eines Glossars statistischer Begriffe sowie Hintergrundartikeln, die einem Thema genauer auf den Grund gehen und die Methodik erklären, die hinter den Daten steckt. Eher ungewöhnlich: Die Artikel kann man unter der Überschrift „Buch erstellen“ zu einer eigenen Sammlung zusammenfassen. „Das Layout ist einfach, jedoch für einen Ausdruck völlig ausreichend und umfasst auch in Größe und Position angepasste Tabellen“, so die Macher von Statistics Explained.

Aktuelle Auflage (2013) des Flyers zu Statistics explained: http://dx.doi.org/10.2785/36416

N-Lex: das verflixte 7. Jahr?

Interessieren Sie sich für das nationale Rechtssystem eines bestimmten EU-Landes, haben aber keine Ahnung, wie Sie da wo anfangen sollen? Schon seit langem können Sie in einem einheitlichen Suchformular Ihre entsprechenden Recherchen durchführen. Und zwar im europäischen Rechtsdienst N-Lex. Am 28. April 2006 wurde N-Lex zugänglich gemacht und hat somit dieses Wochenende schon sieben Jahre auf dem Buckel. Klein angefangen hat N-Lex mit vier nationalen Rechtssystemen, inzwischen umfasst es 23 nationale Sites. Langfristiges Ziel ist es, alle EU-Länder einzubinden. Folglich sieht sich N-Lex immer noch in der „Pilotphase“. Die Suchergebnisse erhält man direkt aus nationalen Datenbanken. Ein mehrsprachiges Wörterbuch (EUROVOC) kann bei der Suche nach Fachbegriffen in einer Fremdsprache behilflich sein.

Weitere Infos: N-Lex-Kurzanleitung (in 21 Sprachen als pdf erhältlich)

Wettbewerb “Europäischer Unternehmensförderpreis” auf der Zielgerade

Noch sind eineinhalb Wochen Zeit: Die Bewerbungsfrist für den deutschen Vorentscheid des Europäischen Unternehmensförderpreis ist der 26. April 2013. Bewerben können sich Behörden und Institutionen aus Städten und Gemeinden, Regionen und Bundesländern sowie öffentlich-private Partnerschaften, Wirtschaftsorganisationen und Bildungseinrichtungen mit “ihren” Konzepten, durch die Unternehmergeist oder soziales Verantwortungsbewusstsein der Firmen gefördert, wichtige Unternehmenskompetenzen vermittelt, ein günstiges Geschäftsumfeld geschaffen oder ausländische oder “grüne” Märkte erschlossen werden sollen.
Nach Abschluss der deutschen Vorentscheidung geht der Wettbewerb in die nächste Runde: Die zwei besten nationalen Projekte kämpfen dann auf europäischer Ebene um den Sieg in einer von sechs Themenkategorien sowie um den “Großen Jurypreis”. Erfolgreich teilnehmende Projekte werden auf nationaler und europäischer Ebene bekannt gemacht – in Broschüren, Pressemitteilungen und im Internet. Die besten deutschen Projekte können darüber hinaus kostenlos an der „2013 SME-Assembly“ teilnehmen, einer großen Veranstaltung der EU-Kommission mit Vertretern von Unternehmen, Regierungen, Wissenschaft und Medien teilnehmen, dort für sich werben und sich europaweit vernetzen.

“Europäische Sommeruniversität” in Szeged

In Zeiten, in denen der ungarische Regierungschef manchmal eher ungut von sich reden macht (zuletzt mit der Teilentmachtung des ungarischen Verfassungsgerichts) haben Ungarn es nicht ungern, mal eher positiv aufzufallen. Ein Beispiel für positives Auffallen: Zum fünften Mal startet im Juli im ungarischen Szeged die Université européenne d’été (Europäische Sommeruniversität), diesmal mit dem Thema L’Union européenne et ses voisins (Die Europäische Union und ihre Nachbarn). Merken Sie’s? Genau: Ohne Französisch kommt man bei dieser Sommeruniversität nicht weit. Und ohne ein bisschen Kleingeld ebenso wenig. Informationen über die diesjährige Sommeruniversität, für die man sich bis zum 30. April anmelden soll, finden Sie unter www.masteretudeeuropeenne.eu

Informationen über Patientenrechte in der EU

Trotz großer Mobilität der Bürger in der Europäischen Union – beim Thema Gesundheit sind die meisten zurückhaltend oder ratlos: Fallen für mich Kosten an, wenn ich während meines Urlaubs zum Arzt muss? Was muss ich veranlassen, um mich gezielt im europäischen Ausland behandeln lassen zu können? Umfassende Informationen zu diesen und weiteren grenzüberschreitenden Gesundheitsfragen finden Verbraucher auf der neu gestalteten Webseite des Kehler Zentrums für Europäischen Verbraucherschutz: www.eu-verbraucher.de/gesundheit

Die Europäische “Wasser-Frage”

Zufall oder nicht: 2013 ist das Internationale Jahr des Wassers. In eben diesem Jahr möchte eine EU-Konzessionsrichtlinie öffentlichen Auftraggebern vorschreiben, Konzessionen künftig EU-weit auszuschreiben, auch für Privatunternehmen. Dies betrifft Bauaufträge ebenso wie Dienstleistungen, also zum Beispiel die Wasserversorgung. Der Termin für die Plenarsitzung im EU-Parlament zu den Richtlinien wird voraussichtlich im Mai 2013 sein. Die Richtlinie ist in ihrer jetzigen Form nicht unumstritten, sei es bei den Kommunen (so jüngst Äußerungen aus NRW-Kommunen oder der Bayerische Gemeindetagspräsident), sei es bei den Bürgern.

Seit 2012 können EU-BürgerInnen über eine Europäische Bürgerinitiative die politische Agenda der EU aktiv mitgestalten: Wenn innerhalb eines Jahres mindestens eine Million EU-BürgerInnen aus mindestens 7 der 27 Mitgliedstaaten für eine Europäische Bürgerinitiative mobilisiert werden können, muss sich die Europäische Kommission mit dem Anliegen der Initiative befassen. Eine solche Europäische Bürgerinitiative gibt es auch in der “Wasser-Frage”.

Wenn Sie sich also durch die Medien oder nach intensivem Googeln in der “Wasser-Frage” für ausreichend informiert halten, können Sie unter signature.right2water.eu Ihr Votum abgeben. Wenn nicht, natürlich auch.

Wettbewerb “Europa und die Jugend 2013“

Das Regionale Institut für Europäische Studien Friuli Venezia Giulia (IRSE) hat einen  Wettbewerb “Europa und Jugend 2013“ gestartet, der sich außer an Schüler sämtlicher Klassenstufen auch an Studierende an Hochschulen wendet. Im Falle der Hochschul-Studierenden sollten die Wettbewerbsbeiträge nicht länger als 20.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) sein; besonders gerne gesehen wird es, wenn eine englischsprachige Inhaltsangabe dabei ist (1500 Zeichen inkl. Leerzeichen) und eine Video-Präsentation in englischer Sprache (max. 2 Minuten). Themenfelder des Wettbewerbs sind z.B. „Erasmus für alle“ oder „Frauen in der Verwaltung“. Ausgelobt werden Geldpreise zwischen 200 und 500 Euro sowie Sachpreise. Einsendeschluss ist der 25. März 2013.

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